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Von deutscher Philosophie, Art und Kunst : ein Votum für Friedrich Heinrich Jacobi gegen F. H. Schelling
Entstehung
Seite
93
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Diese Selbsterkenntniß mnß sich mit der steigenden wis-senschaftlichen Ausbildung des Verstandes natürlichentwickeln.

Gilt es nun also die Lehre von der Offenbarungdes Gottlichen für den Menschen, so ist jede andere Be-deutung der Worte Versöhnung, Erlösung und Wunderaußer der entschiedenen alten nur Decoration und in derWissenschaft Heucheley. Hier nun aber versagt sich Schl'SRede jedem bestimmten Streit. Er thut zwar immerals halte er ganz mit der alten Lehre, hat indessen nichteinen bestimmten Gedanken gegeben, der den scharfenUnterschied träfe, darum behält seine Rede den Scheinder Unlauterkeit wider sich. Einmal (S. 86.) führt er«inen klaren eignen Gedankengang bis zu der entschei-denden Behauptung: >- der Begriff der ersten Ursach ver-klärt sich durch die Stimme des Gewissens, durch einenGlauben und eine Liebe, welche höher sind als alleVernunft, zu der Wahrnehmung des lebendigen Got-tes. " Die Fülle dieser Behauptung ist ja gerade unsereund Iakobrs Lehre. Schl. aber weicht den Folgen der-selben durch einen Wortstreit um die Vernunft aus. An-stalt, daß die Scheidung des Wissens und Glaubens indem Menschen gefunden würde, scheint Schl. fälschlich,um auf die äußere göttliche Nachhülfe der alten Lehreanzuspielen, den Ursprung des Glaubens außer demMenschen und nur den des Wissens in ihm zu suchenaber daö scheint eben nur so. Denn daneben seht er die