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Von deutscher Philosophie, Art und Kunst : ein Votum für Friedrich Heinrich Jacobi gegen F. H. Schelling
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91
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in sie hinein/ als er sie aus ihr heraus findet,^ DieftWahrheit, daß alle Erkenntniß des Geistes und des Le-bens dem Menschen mw durch Selbsterkenntniß werde,war der Dogmatik, (obgleich die Schrift sagt, daß Him-melreich ist inwendig in euch und Gott ist ein Geist; dieihn anbeten die müssen ihn im Geist und in der Wahr-heit anbeten) nicht hinlänglich klar, darum nurbrauchten sie jenen Unterschied äußerer und innerer Of-fenbarung , deren Licht doch nur anS der einen innernQuelle stießt.

Ferner die ehrliche alte Lehre von der positiven Of-fenbarung beruhte darauf, daß man den Menschen insich für untüchtig zum Guten hielt und deshalb meinte,nur durch das Wunder der Menschwerdung GotteS,durch das Wunder der gottlichen Begeisterung der Pro-pheten und Apostel habe unö in bestimmten zeitlichenBegebenheiten die höhere Kunde von der Wahrheitzukommen können. Diese auf bloßer Erzählungim Gegensatz gegen eigne innre Ueberzeugung beruhendeErkenntniß von göttlichen Dingen kann hier allein einenwahren Unterschied zwischen positiver und innerer Of-fenbarung bestimmen. Die Annahme einer solchen posi-tiven Offenbarung ist aber offenbar gegen unsre jetzigeKenntniß des menschlichen Geistes und seiner Ueberzcu-gnngSweisen. Ewige Wahrheiten können dem Geist nichtdurch den Sinn und die Erzählung gegeben.werden,sondern nur in ihm selbst.