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Von deutscher Philosophie, Art und Kunst : ein Votum für Friedrich Heinrich Jacobi gegen F. H. Schelling
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zeichnet ein regelmäßiges Urtheil/ sondern der erste isteine richlige VergleichungSformel mit zwey Subjekten /der andere eine falsche VergleichungSformel nur aus Prä-dikaten.

DieAuSdrücke daSNatürliche und das Freyenennen nämlich nicht nur den Begriff der Natürlichkeitund Freyheit/ sondern (mit der Form deö Subjekts imUrtheil) die Gegenstände/ welche unter diesen Begrif-fen der Natur und Freyheit stehen. Da nun die Dinge/welche erscheinen/ auch die Dinge an sich sind/ so stehenalso dieselben Dinge/ welche als erscheinend unter denGesetzen der Naturnothwendigkeit gefunden werde»/ auchan sich unter der Idee der Freyheit.

Allein die zweyte Formel: Natnrnoth wendig-keit ist Freyheit/ würde besagen: die Begriffe derNatur und der Freyheit seyn einerley Begriffe. Dies

vergleiche ich die Gegenstände / die unter verschiedenen Be-griffen stehe» / mit einander und sehe zii/ ob sie dieselben oderverschiedene sind. Hier finde ich denn: Alle Menschen sindsterbliche, aber es gibt mehr sterbliche alS Menschen. Dieerste Art der Verglcichungssormeln ist zu wenig für ein Ur-theil / die andere fordert zu viel. Das Unheil nämlich willdie Unterordnung eines besondern unter ein Allgemeines er-kennen / diese spreche ich nach der richtigen Form deS Urtheilsaus. Will ich aber die zweyte Art der Vergleichungssor-meln brauchen/ so muß ich auch das ganze Verhältniß desallgemeine»/ von dem ich rede/ schon kennen/ was ich dochfür den Gebrauch einer Regel nicht nöthig habe.