MiSverstäudnisse dieser Behauptung haben ben Fichteund Schilling wieder den größten Gewinn kautischerLehre verloren gehen lasse» / indem beyde sich mehr fürdaö imponircnde der Lehre als für die strenge Nichtigkeitdes AuödrukS imeressirten.
Schelling/ welcher hier der Fichtischen Lehre erstzum Selbstverständniß verhalf/ sagte: Wenn alles wahreSeyn Leben ist; wenn daS natürliche das freye und daSfreye das natürliche ist: so zieme cö ja dem Philosophennur eine Wissenschaft des Absoluten und des Lebendigenzu suchen.
Diesem Entwurf fehlte eö aber durchausan richtigerLogik. ES wird erstens hier Wissenschaft überhaupt mitder vollen Ueberzeugung des Menschen verwechselt. Wirwissen dagegen / daß der Mensch die Ideen des wahrenSeynS und des Freyen nur im Glauben besitzt / welchersteh erst aus der Entgegensetzung gegen das Wissen umErscheinungen bildet. Wir wissen/ daß die Wissenschaftvom Glauben den Glauben nicht zum Wissen mache/sondern nur dem Menschen die Wissenschaft der Selbst»erkenntniß gewähre / welchen Glauben er in sich habe.
Ferner/ Schillings Grundfordcrnng einer Wissen-schaft dcö Absoluten ist im bestimmtesten Widerspruch mitseiner eigenen Voraussetzung. Er geht selbst von Kantstransscendentalem Idealismus/ von der BehauptnngderUngültigkeit des Räumlichen und Zeitlichen d. h. von derBehauptung der Ungültigkeit der Größcnverhältnisse für