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Von deutscher Philosophie, Art und Kunst : ein Votum für Friedrich Heinrich Jacobi gegen F. H. Schelling
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reine VerstandeSbegrisse wir besitzen und daß die Ideennur durch Negationen aus ihnen gebildet werden. Alleinder Entwurf für die praktische Philosophie zeigt deutlich,daß man hier nur ein indirektes Verfahren vorschlägt,welches in der That sich selbst nicht genung seyn kann.Unter wird nämlich als Princip, als erster Grundder praktischen Philosophie die Thatsache deö Sittenge-setzes und der Freyheit angeführt, dann aber der Glaubean die Gottheit und die Unsterblichkeit dadurch bewie-sen, daß ja ohne diese die sittliche Ordnung der Dingeunmöglich sey. Dieses widerspricht sich. Wenn ichnämlich über die Möglichkeit oder Unmöglichkeit einerSache ein Unheil habe, so muß ich ein höheres Gesetzkennen, welches dieser Sache gebietet, ihr übergeord-net ist.

Nun wurde hier zwar Anfangs die Gültigkeit desSittengcsetzcS als unmittelbare, unumstößliche Wahr-heit angekündigt, nachher aber wird doch die sittlicheOrdnung der Dinge noch neben diesem Sittengesetz an-dern Bedingungen ihrer Möglichkeit unterworfen. Auswelchem vom Sittengesetz verschiedenen Gesetze stießen dienun wohl? Darauf fehlt die Antwort und hier zeigtder Kantische Entwurf seine Lücke. Auf den unmittel-baren Quell unsers Glaubens an Gott, Freyheit undUnsterblichkeit führt die Untersuchung nach seinem Ent-wurf nicht bestimmt genug.