der Kritik der Vernunft zuerst den Weg gefunden durchbloße Selbsterkenntniß die Philosophie zu begründen.Ihm gelang die vollständige Aufzahlung aller Funktio-nen unsers vhilosophirenden Geistes/ besonders aberdie vollständige Aufzählung aller reinen Ncrstandesbe-griffe, nebst der Nachweisung ihrer wahren und einzi-gen Bedeutung / ferner die Aufzählung aller spekulati-ven Ideen und ihrer negativen Ausbildung durch dieReflexion.
Da aber in menschlicher Weisheit die Ausbildungimmer nur allmählich vom unvollkommnern zum voll-kommnern fortschreitet, so konnte ein so großes Werknicht mit einem Schlage vollendet erscheinen. Wir sinddaher schon im Stande dem Kantischen Werke seine Feh-ler nachzuweisen. Im Großen können wir sie von zweySeiten betrachten. Der tief liegende Fehler für dieAusführung ist/ der von mir schon oft beleuchtete: wie-wol Kant den Geist seiner Methode / die Philosophienur durch Selbsterkenntniß zu begründen / in der Auf-gabe der Vernunftkritik und deren Ankündigung bestimmtausgesprochen hat/ so ist es ihm doch nicht gelungen daSWesen dieser Anforderung völlig zu durchschauen. Dar-aus ist denn zweytcnS / was hier bemerkt werden muß/ein Fehler in den ganzen Entwurf zur Ausführung derVernunftkritik gekommen.
Sein Entwurf nämlich ist folgender, t) ES wirdbewiesen/ daß die reinen Anschauungen des Raums