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Von deutscher Philosophie, Art und Kunst : ein Votum für Friedrich Heinrich Jacobi gegen F. H. Schelling
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dermig, des OrteS von Himmel und Hölle/ ohne Na-turphilosophie.

Diese einfache/ dem Grundgedanken der Sclbftstän-digkeit geistigen Lebens und Wesens völlig treu bleibendeLehre war aber den Schulen der Philosophen/ wegender Schwierigkeit in der Unterscheidung von Wissen undGlauben lang überlegen. Der CleruS mit seinen philo-sophischen Schulen mühte sich ab und stritt sich vergebensum daö Monstrum einer theologischen Dogmatik/ von derunsere heiligen Schriften kaum einen Satz enthalte»/ umdas Monstrum einer Begründung religiöser Wahrheitendurch Zungenaussage halb und halb durch eine Einstcht/welche nur für Naturlehre taugen kann. So wurden dieDognien über die Dreyeinigkeit und alle die andern Ge-heimnisse ersonnen/ deren Unbegreiflichkeit den blutigenZwist der Sekten erregte.

Luthers erster/ kräftigster Gedanke erkannte zumTheil diesen Jrthnm/ alle Tradition und Menschen-satzung verwarf er/ einzig auf die heiligen Schriftenselbst verweisend. Allen? / noch war keine hinlänglicheEinsicht des Menschen gebildet/ Luther selbst/ wie alleReformatoren/ verstand sich nicht in der geheimen Be-deutung seines eignen großen Worte»/ nur neue Dogmeneiner Kirche wußte man zu neuem blutigen Zwist derSekten um selbst geschaffene Geheimnisse zu erfinden.Erst jetzt kann uns der Gedanke einer Religionslehreohne alle Dogmatik klar werden.