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Durch den Geist christlicher Lehre scheint mir ge-Wonnen der allen früheren Schulen griechischer Philoso-phen unbekannte neue Gedanke, welcher für Andachtund Gewissen in unö den Glauben, das heißt ein Ver-trauen, welches durch die Liebe lebendig wird und dieHoffnung gebiert, erhebt über alle Wissenschaft und Ein-sieht des Menschen.
Durch den Geist dieses Glaubens mußte sich dann,in Abfolge aus der von aller Mythologie besrcyten Mo-saischen Lehre, in unsern heiligen Schriften eine Lehrebilden, welche von allem Materialismus griechischerSchulen frey kommt, nichts mit griechischer religiöserNaturphilosophie zu theilen hat, keine geheime höhereWeisheit der GotteS und Weltkenntniß besitzt. ES isthier Selbstständigkeit deö Geistes vorausgesetzt. Gott istnur alS Geist zu verehren, und eS wird keine Weis-heit , keine Einsicht angeboten darüber, wie durch ihndie Welt erschaffen sey. Selbst die vorkommenden An-klänge aus Platonisch - jüdischer Philosophie führen nichtso weit, und sind erst durch künstliche Dogmen einzelnerSekten oder der Kirche damit in Verbindung gebracht.Gegen das griechische: Aus nichts kann nichts entstehen,kann zur Deutung christlicher Lehrer nur das DogmaAugnstinS: Aus Nichts schuf Gott die Welt, dienen.
Auch des Menschen Verhältniß zu Gott, die höherehimmlische Bedeutung seines Erdenlebens gilt hier nurgeistig, ohne eine. Einsicht in Gesetze der Seelenwmt-