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„und die schlechten Lehren; wo aber der Hirt ist, da folget ihm als seine„Hecrde. Denn manche Wölfe, glaubwürdig scheinend, verlocken durch„böse Lust die nach Gott Strebenden; in eurer Einheit aber finden sie keine„Statte. Enthaltet euch von schädlichen Gewächsen, welche Jesus Christus„nicht pflegt, weil sie keine Pflanzung des Vaters sind.... So viele ihrer„Gott und Jesu Christo angehören, die halten es mit dem Bischöfe, und„auch die, welche wieder reuig zur Einheit der Kirche kommen, werden„Gottes seyn, damit sie in Jesu Christo leben. Lasset euch nicht irre„führen, meine Brüder; wer einem Sectirer anhängt, wird das Reich Got-„tes nicht erben."
Und an die zu Smyrna (Cap. 8.) „ Fliehet die Spaltungen als den„Ursprung des Bösen. Folget alle dem Bischöfe, wie Iesus Christus„dem Vater; den Priestern, wie den Aposteln, die Diakonen aber ehret als„Gottes Anordnung. Keiner thue ohne den Bischof etwas in dem, was„zur Kirche gehört. Jene Eucharistie werde als gültig betrachtet, die unter„dem Bischöfe geschieht, oder unter dem von ihm Beauftragten. Wo der„Bischof sich zeigt, da sey auch die Gemeinde, gleichwie wo Christus Jesus„ist, da auch die katholische Kirche. Es ist nicht erlaubt, ohne den Bi-schof weder zu taufen, noch Licbesmale zu halten; sondern was er gut„heißt, das ist auch Gott wohlgefällig, damit gesichert sey und befestigt all„was geschieht."
Und mit welcher überschwenglichen Begeisterung redet er nicht die römi-sche Kirche an, deren Vorzüge zu erheben er nicht Worte genug findet, daer sie als „die Geliebte, die Erleuchtete in dem Willen Christi, die Got-„teswürdige, Würdevolle, aller Scligpreisung, alles Lobes, alles Gelingens,„aller Reinheit Würdige, als die Vorsteherin in dem Licbesbund c,„als die nach Christus und dem Vater Genannte" rühmt und begrüßt!siul Uoiium.)
Und in demselben zweiten Jahrhundert nach Christus der h. Iren aus,Bischof zu Lyon, Schüler des Apostelschülers Polykarpus, und imJahre 2l)2 im Marlyrtode ihm nachfolgend, schon in ältester Zeit das LichtderabendländischenKirche, genannt: „Die Kirche, obwohl sie in der ganzen„Welt zerstreut ist, bewahrt dennoch mit allem Fleiße, als wohnte sie in„einem Hause, diese überkommene Predigt und diesen Glauben, wie wir„zuvor gesagt" (in kurzer Darlegung des apostolischen Glaubensbekennt-nisses;) „dies glaubt sie, als hätte sie eine Seele und ein Herz; dies„predigt, lehrt, überliefert sie mit wunderbarer Uebereinstimmung, als hätte„sie einen Mund. Denn so verschieden auch die Sprachen in der Welt„sind, so ist doch der Inhalt der Ueberlieferung nur ,c,iner und derselbe.„Nicht anders glauben und lehren die Kirchen, die in Deutschland, die in„Spanien, in Gallien, im Orient, in Aegypten, in Lybien, oder die in der