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Hirtenbrief des hochwürdigsten Herrn Fürstbischofes von Breslau, Melchior Freiherr von Diepenbrock, an den gesammten ehrwürdigen Clerus und alle Gläubigen des Bisthums bei seinem Amts-Antritte erlassen
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und die schlechten Lehren; wo aber der Hirt ist, da folget ihm als seineHecrde. Denn manche Wölfe, glaubwürdig scheinend, verlocken durchböse Lust die nach Gott Strebenden; in eurer Einheit aber finden sie keineStatte. Enthaltet euch von schädlichen Gewächsen, welche Jesus Christusnicht pflegt, weil sie keine Pflanzung des Vaters sind.... So viele ihrerGott und Jesu Christo angehören, die halten es mit dem Bischöfe, undauch die, welche wieder reuig zur Einheit der Kirche kommen, werdenGottes seyn, damit sie in Jesu Christo leben. Lasset euch nicht irreführen, meine Brüder; wer einem Sectirer anhängt, wird das Reich Got-tes nicht erben."

Und an die zu Smyrna (Cap. 8.) Fliehet die Spaltungen als denUrsprung des Bösen. Folget alle dem Bischöfe, wie Iesus Christusdem Vater; den Priestern, wie den Aposteln, die Diakonen aber ehret alsGottes Anordnung. Keiner thue ohne den Bischof etwas in dem, waszur Kirche gehört. Jene Eucharistie werde als gültig betrachtet, die unterdem Bischöfe geschieht, oder unter dem von ihm Beauftragten. Wo derBischof sich zeigt, da sey auch die Gemeinde, gleichwie wo Christus Jesusist, da auch die katholische Kirche. Es ist nicht erlaubt, ohne den Bi-schof weder zu taufen, noch Licbesmale zu halten; sondern was er gutheißt, das ist auch Gott wohlgefällig, damit gesichert sey und befestigt allwas geschieht."

Und mit welcher überschwenglichen Begeisterung redet er nicht die römi-sche Kirche an, deren Vorzüge zu erheben er nicht Worte genug findet, daer sie alsdie Geliebte, die Erleuchtete in dem Willen Christi, die Got-teswürdige, Würdevolle, aller Scligpreisung, alles Lobes, alles Gelingens,aller Reinheit Würdige, als die Vorsteherin in dem Licbesbund c,als die nach Christus und dem Vater Genannte" rühmt und begrüßt!siul Uoiium.)

Und in demselben zweiten Jahrhundert nach Christus der h. Iren aus,Bischof zu Lyon, Schüler des Apostelschülers Polykarpus, und imJahre 2l)2 im Marlyrtode ihm nachfolgend, schon in ältester Zeit das LichtderabendländischenKirche, genannt:Die Kirche, obwohl sie in der ganzenWelt zerstreut ist, bewahrt dennoch mit allem Fleiße, als wohnte sie ineinem Hause, diese überkommene Predigt und diesen Glauben, wie wirzuvor gesagt" (in kurzer Darlegung des apostolischen Glaubensbekennt-nisses;)dies glaubt sie, als hätte sie eine Seele und ein Herz; diespredigt, lehrt, überliefert sie mit wunderbarer Uebereinstimmung, als hättesie einen Mund. Denn so verschieden auch die Sprachen in der Weltsind, so ist doch der Inhalt der Ueberlieferung nur ,c,iner und derselbe.Nicht anders glauben und lehren die Kirchen, die in Deutschland, die inSpanien, in Gallien, im Orient, in Aegypten, in Lybien, oder die in der