durch
Gottes Erbarmung und des heil, apostolischenStuhles Gnade
Fürstbischof von Srcslau
?c. n.
allen Priestern und Gläubigen seines Vistlmms Heilund Segen von dem Herrn!
^Vas vor fast andcrthalbtausend Jahren ein frommer und weiser Bischofan die Kirche schrieb, die ihn wider seine Neigung nöthigte, das Bischofs-amt anzunehmen, das kann auch ich, der Hauptsache nach), obwohl untersehr verschiedenen Umstanden als mein erstes öffentliches Wort und als dentreuen Ausdruck meiner Gesinnung ohne Furcht des Mißverständnisses anEuch, Ihr Hochwürdigen Priester und Wahlherren des berühmten Brcs-lauer Domstiftes, und durch Euch an sämmtliche Diözcsanen richten:„Schon früher einmal, schrieb er, habe nicht ich euch überwunden, da ich„alles anwandte, das Kirchenamt von mir fern zu halten, und jetzt habt„nicht ihr mich überwunden, sondern es ist das Werk Gottes, daß ich„damals den Auftrag nicht annahm, und daß ich ihn jetzt habe annehmen„müssen. Zwar hätte ich gern mehr als einmal sterben wollen, um nur„dieses Amt auf immer los zu werden; denn ich hielt mich nie für tüchtig„genug, eine so bedeutende Last zu tragen. Weil mir aber Gott aufgeladen„hat, nicht was ich verlangte, sondern was Er wollte, so bitte ich Ihn, daß„Er, der bisher mein Leben regiert hat, auch das, was Er in Seiner Regie-rung mir auferlegt hat, mir tragen helfe .... Ich kann dies alles jetzt„noch nicht fassen; Gott aber sind alle Dinge möglich, auch die sonst noch„so unmöglich scheinen. Darum so hebet ihr selbst eure Hände flehend„für mich zu Gott empor und leget dH' Gemeinve in Stadt und Land die