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„Mitte des Erdkreises gestiftet sind. Sondern wie die von Gott geschaffne„Sonne in aller Welt eine und dieselbe ist, so leuchtet auch die Predigt der„Wahrheit überall, und erleuchtet alle Menschen, die zur Erkenntniß der„Wahrheit gelangen wollen. Noch auch wird derjenige, der unter den„Borstehern der Kirche durch Beredsamkeit glänzt, etwas hiervon Verschie-denes vorbringen, denn keiner ist über seinen Lehrer; noch wird der min-der Beredte die Ueberlieferung verkürzen. Denn da nur ein und derselbe„Glaube ist, so thut, wer im Worte viel vermag, nichts hinzu, wer wenig,„nichts davon." (iulvers. Iiaeres. I. 1V. 3.)
„Auf die Bischöfe der Kirche muß man demnach merken, auf die, welche„die Nachfolge haben von den Aposteln her, wie wir nachgewiesen, und die„mit der Nachfolge im bischöflichen Amte das sichere Geschenk der Wahr-„heit nach dem Wohlgefallen des Baters empfangen haben; die übrigen„aber, welche von der ursprünglichen Nachfolge abgewichen sind, oder sich„sonst irgendwo zusammenthun, für verdächtig halten, sey es als Häretiker„und Jrrlchrer, oder als Schismatiker, hochmüthige, dünkelhafte Leute,„oder endlich als Heuchler, welche um Gewinnst, oder um eirler Ehrsucht„willen Solches treiben. Alle diese sind von der Wahrheit abgefallen ....„Bor allen diesen muß man sich hüten, an diejenigen aber sich halten, welche„die von den Aposteln überlieferte Lehre bewahren und mit dem Priester-„amte das gesunde Wort und tadellosen Wandel bewähren, zur Stärkung„und Besserung der Uebrigen." (iulvei-8. Iiaeres. IV. 36.)
„Denn es war ihr, (der Apostel) Wille, daß diejenigen, welche sie als„Nachfolger und Stellvertreter im Lehramte hinterließen, ganz vollkom-men und untadelig seyen, indem ihr vorwurfsfreies Walten zum großen„Segen, ihr Fall aber zum großen Verderben werden müßte. Weil es„aber zu lang würde, in diesem Buche die (apostolische) Nachfolge aller„Kirchen aufzuzählen, so wollen wir blos angeben, was sür eine Tradition„von den Aposteln, und was für ein Glaube den Menschen in der größten,„ältesten und allbekannten, von den zwei Aposteln Petrus und Paulus„gegründeten und constituirten Kirche zu Rom durch die Aufeinanderfolge„der Bischöfe bis zu uns herab kund geworden sey. Dadurch machen„wir alle die zu Schanden, welche aus Selbstgefälligkeit oder Eitelkeit,„oder aus Verblendung und Irrwahn anders sammeln (Gemeinden stif-ten), als sichs gehört. Denn mit dieser (römischen) Kirche muß, um„ihres besondern Vorranges willen, jedwede Kirche übereinkommen, das„ist, alle Gläubigen überall, als in welcher immerfort von allen überall die„von den Aposteln herstammende Ueberlieferung bewahrt worden ist."(aäv. Iiaer. III. 3.).
Der gelehrte Afrikaner Tertullian in der ersten Hälfte des drittenJahrhunderts, anfangs eifriger Vertheidiger, dann in zelotischer Ueber-