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geschlechtlichen Erneuerung eines besondern hohem Schutzes und Segens,einer besondern Heiligung, damit alle Gefahr der Entartung möglichstbeseitigt, der Vereinigung ein höheres Mittel und Band als das der gefal-lenen Natur gegeben und für die höheren Pflichten des gottähnlichen Be-rufes der Menschcnbildung höhere göttliche Gnade und Kraft verliehenwerde. Deßhalb erhob Christus die Ehe in seiner Kirche zum Sakramente,indem Er sie durch des Apostels Mund zum Abbild seiner heiligenden Ver-bindung mit der Kirche erklärte; und von da an ist jedes Braut- und Ehe-paar, in welchem sich dieses Abbild rein darstellt, ein ehrwürdiger, rühren-der Anblick für Engel und Menschen.
Nicht bloß eine leibliche Zeugung aber gibt's, sondern auch eine geistige,und durch diese, in der göttlichen Annahme an Kindesstatt vorgebildet,werden geistige Kräfte und Vorrechte geistig übertragen und fortgepflanztzum Dienste der Gesammtheit. Der sie Empfangende, diesem Dienstesich Widmende leistet aber dafür auf die Ausübung niederer Kräfte undRechte Verzicht, um ungetheilt und leiblich wie geistig frei für sein heiligesAmt zu leben, sich selbst vor allem opfernd wie Christus für die Gemeinde.Der geistig Zeugende entsagt der leiblichen Zeugung wie Christus; seineBraut ist die Kirche, seine Familie die Gemeinde; er gehört zu den Ver-schnittenen um des Himmelreiches willen') Denn das Priesterthum des NeuenBundes sollte nicht wie das in dem Geschlechte Aarons sich fortpflanzendedes Alten, Eigenthum und Vorrecht einer Familienkaste, sondern in derUniversalität des Christenthums allen geistig Begabten und Berufenen zu-gänglich, und darum leiblich unvererblich seyn. Deßhalb heißt es, „einewiges Priesterthum nach der Ordnung Melchisedechs, der, ohne Vater,„ohne Mutter, ohne Geschlechtsfolge, Priester war nicht nach der Vorschrift„einer fleischlichen Bestimmung, sondern in der Kraft eines unvcrgängli-„chen Lebens")." Darum soll der Priester Alles, auch dasTheuerste aufErden verlassen, um Christo nachzufolgen'''), um wie Er, frei von allendie Ausübung heiliger Pflichten hemmenden Familienbanden st), mit Chri-stus sagen zu können: „Wer ist mein Vater, meine Mutter und wer sindmeine Geschwister?" u. si w. stst) Aber nicht entfremdet soll er hier-durch seinem Lande und Volke werden, sondern nur mit Christus um sogrößerer Aufopferung und Hingebung für dasselbe sahig. — So pflanzendenn Christi Sendung, Hauch und Vollmacht ststst), so pflanzen die heili-gen Flammen des ersten Psingstfestes in der katholischen Kirche von Hauptzu Haupt, von Geschlecht zu Geschlecht, wie in geschlossener elektrischerKettesich fort durch die Auflegung der Hände im Sakramente derPriesterweihe.
') Matth. 19. 20. — I. Cor, 7. 32. 33. — ") Hebr. 7.3. t6, — Luk. 1-1. 26.st) I. Cor. 7. 33. - stst) M a tth. 12. IS. — ststst) Loh. 20. 21. 22.
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