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und Leichen sie auch mit sich fortreißen mag, — (ihr Bild habt ihr erstjüngst in euren empörten Flüssen gesehn!) — der Felsengrund der Kircheist nicht zu unterwühlen, ihre Grundmauern wanken nicht, und unbewegtvon dem Toben und Stürmen ringsum, brennt die stille Lampe friedlichim Innern des Heiligthums, ragen Zinnen und Thürme in das heitereBlau des Himmels empor.
So, Geliebte! ist das Haus Gottes bestellt, das wir bewohnen, dasChristus zur Rettung des Menschengeschlechtes auf Etden gebaut hat,damit Seine erlösende Liebe fort und fort darin walte bis an's Ende derZeiten. In die tiefste Tiefe des Elends und der Sünde ist Er, der Hei-lige, Sündlose, hinabgestiegen, um die Fundamente Seines Baues zulegen. Ihm war das ganze Verderben der menschlichen Natur nichtunbekannt, wie es im Verlaufe der Geschichte, von den Pforten der Hölleentzündet und gestachelt, gegen Seine Kirche sich auflehnen, wie esinHaß,Feindschaft und Grimm mit blutiger Verfolgung, dann wieder mit innererEnthciligung und Veruneinigung, mit heuchlerischer Faulniß, mit offnemBruch, stolzer Uebcrhebung und ungeduldigem Abfall, oder mit schmäh-licher Verleugnung und Verkennung sich an ihr offenbaren werde. Darumlegte er die Fundamente Seiner Kirche so fest und tief, darum baute Ersie auf den Grundfelsen des so tief gefallenen, seinen Herrn dreimal ver-leugnenden Petrus, der aber, von der Gnade erhoben, stark ward durchseinen Fall, gestählt in seinen eigenen Thränen, nachdem der Blick desHerrn in dem Rcumüt'yigcn eine Liebesgluth entzündet hatte, die ihn, dernun mehr liebte als alle Andere, auch mehr zu empfangen würdig machte.Nirgend aber lesen wir, daß der Herr, der die Kirche gebaut, um erlösendin ihr zu walten und zu wohnen bis an der Zeiten Ende, daß Er gesagt:Er werde nach fünfzehn, oder nach achtzehn Jahrhunderten Seinen Baubis auf den Grund abreißen, das Fundament verwerfen, und nach neuemPlane einen Neubau führen, in dem sich lichter und luftiger wohnen,Sein Erlösungsgeschäft sich leichter und einfacher abmachen lasse, oderdarin wohl gar, wie wir es erlebten, anstatt der Erlösung von der Sündeund ihren die Menschheit zerrüttenden Folgen, eine Erlösung von dieserErlösung selbst, von dem Glauben an sie und ihre Nothwendigkeit undihre göttliche Verwirklichung durch die Kirche, gepredigt werde, eine gänz-licheBcfreiung von diesen trübenGcdankennichtnurundvon denHeils-undTrostesanstaltcn der Kirche, sondern auch ein Freiwerden von allen Schutz-und Rechtsanstalten des Staates, eine Sclbsterlösung von allen lästigenSchranken, welche den ungezähmten, unersättlichen Gelüsten und Begier-den des verdorbenen menschlichen Herzens irgend hemmend entgegentreten! —
Beklagen wir, Geliebte! die Unglücklichen, die sich von solcher falschen