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Hirtenbrief des hochwürdigsten Herrn Fürstbischofes von Breslau, Melchior Freiherr von Diepenbrock, an den gesammten ehrwürdigen Clerus und alle Gläubigen des Bisthums bei seinem Amts-Antritte erlassen
Entstehung
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trcibung Gegner und Spötter der katholischen Kirche, konnte doch nichtumhin, in beiden Richtungen Zeugniß für sie abzulegen.

Darum (weil nämlich, wie er unmittelbar vorher gezeigt, alle örtlichverschiedenenKirchen nur eine sind, kraft der einen Ueberlieferung einesund desselben Glaubensbekenntnisses) so ist entschieden, daß jede Lehre,welche mit den apostolischen Mutter- und Urkirchcn des Glaubens inEinklang steht, als Wahrheit angenommen werden müsse, als solche, diefesthält, was die Kirchen von den Aposteln, die Apostel von Christus,Christus von Gott empfangen; daß hingegen jede andere Lehre der Lügezu zeihen ist, welche wider die Wahrheit der Kirchen, der Apostel, Christi,Gottes lautet." (cle praesoript. o. 80.)

Mögen sie also (die Häretiker) die Stammtafeln ihrer Kirchen vorzei-gen und die Reihenfolge ihrer Bischöfe nachweisen, die von Anfang andurch alle Nachfolgenden sich so hindurchzieht, daß ihr ersterBischof einenaus den Aposteln oder den apostolischen Männern, der aber bei denAposteln ausgeharrt, zum Stifter und Vorgänger habe. Denn so zeigendie apostolischen Kirchen ihre Stammbäume auf, wie die zu Smyrna denPolykarpus, von Johannes eingesetzt, und die der Römer den vonPetrus bestellten Clemens nachweist." (ibi-1. e. 3S.)

Wie glücklich diese römische Kirche, in welche die Apostel ihre gesammteLehre mit ihrem Blute hingegossen haben!" (ibill. e. 36.)

Nicht anders der h. Cyprian, Bischof von Carthago, im Jahre 258den schönen Martyrtod sterbend. Wie sehr er auch seine eigenen bischöf-lichen Rechte geltend zu machen weiß, dennoch ist auch ihm der römischeStuhlder Sitz des Petrus und die vornehmste Kirche, von welcher diebischöfliche Einheit ausgeht; (ep. 65.) ihm ist dieser Stuhl die Wurzelund Erzeugerin (i-aäix et wati-ix) der katholischen Kirche, die Alle alssolche anerkennen und festhalten müssen. . . . Mit dem Inhaber diesesStuhles müssen alle bischöflichen Amtsbrüder in Gemeinschaft stehen,das ist, der katholischen Kirche Einheit und Liebe fest beweisen undbewahren." (ep. 46.)

Er kenntnur einen Gott und einen Christus und eine Kirche undeinen Sitz, auf Petrus durch des Herrn Wort gegründet. Es kannkein anderer Alrar errichtet, kein neues Priesterthum eingesetzt werden,neben dem einen Altar und dem einen Priesterthum. Wer anderswosammelt, der zerstreut. Was irgend menschliche Vermessenheit aufrichtet,wodurch die göttliche Ordnung verletzt wird, das ist ein gottloses, verbre-cherisches Werk." (ep. 4V.)

Niemand täusche euch durch Lügen, niemand verkehre des GlaubensWahrheit durch treulosen Frevel. Es ist nur ein Episcopat, dessenAntheil von den Einzelnen (Bischöfen) untheilbar (m solisium) besessen