Druckschrift 
Genealogische Nachrichten über das meißnische Uradelsgeschlecht von Zehmen 1206 bis 1906
Entstehung
Seite
86
Einzelbild herunterladen
 

86

im Kirchenbuche 1608: Ava und 1615/1617: Clara genanntwird; sein weib eine geborne pflügen starb 1619, 4. März, zuSchkölen, wo sie in der Kirche liegt, und C. vermählte sich1620, 21, November, wieder: auf Wenigen-Auma mit Doro-thea von Quingenberg; sie war um 1574 geboren und starbEnde Mai 1641, nachdem er im April gestorben war; beideliegen in Schkölen, Carl scheint einiges Vermögen erworbenzu haben, hatte aber auch große Verluste durch Krieg undMünzunwesen; er setzte seines Bruders Söhne zu Erben einund stellte ihnen frei, der Witwe, welche von 1500 Mfl, noch1000 zu fordern hatte, dafür die Neidecke zu überlassen. DieZinsen von 300 sl. setzte er seiner Schwester

44. Sabine

als Leibrente aus. Sie hatte 1606 1609 ihrem Bruder inNeumühl Haus gehalten und gegen dessen Rat 1616, 2. Juni,auf N. den: alten Nicol von Ende zu Wernsdorf geheiratet,der 1617, 12. Juli, gestorben war, und lebte 1628 in kinder-loser Ehe mit Nicol von Wolffersdorff zu Wernsdorf.

49. Heinrich

war als PostHumus um 1577 geboren, wurde 1602 vom Kur-fürsten als Assessor beim Kaiserlichen Kammergericht nachSpeier geschickt, reiste am 30. September von Werdau ausdahin ab und starb dort 1615, 11. März. Am 2. April kamdiese Nachricht, am 4, Mai fertigte Moritz Bastian den BruderCarl nebst dem ältesten Sohne mit Kutsche und drei Pferdenvon Leipzig des Nachlasses wegen nach Speier ab und den23. Mai erfolgte die Heimkehr nach Neumühl.

Auch er hat vergebens versucht, die Mansfeldsche Schuldeinzutreiben, S. 82.