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Chronik der Familie Fugger vom Jahre 1599
Entstehung
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während des ganzen 16. Jahrhunderts ihre Contorc, ja nachzn Anfang des 17. muß ein lebhafter direkter Verkehr zwischenden beiden Städten bestanden haben, wie die Selbstbiographiedes Elias Hall, des Erbauers des Angsbnrger Rathhanses, aus-weist, der uns erzählt, daß er zwölfmal mit AngsbnrgerKanfleuten nach Venedig gezogen sei.')

Dieser Schule in Venedig und einigen größeren Reisennach den vornehmsten Plätzen des europäischen Handels ver-dankte auch Jakob Fugger den hohen Grad kaufmännischerBildung, der ihn befähigte, dem damals schon bedeutendenHandel seines Hauses jene Ausdehnung Zu geben, die es seit-dem weltberühmt gemacht hat. Zunächst führte er das Ge-schäft gemeinsam mit seinen Brüdern Ulrich 1510) undGeorg 1506), vereinbarte auch mit ihnen für ihre männ-lichen Nachkommen die uugetheilte Weiterführung der Handels-geschäfte eine Gemeinschaft, welche erst nach dem schmal-kadischcn Krieg sich löste. Nach dem Tode seiner Brüdernahm er deren Söhne Hieronymus, Ulrich, Raimund undAnton in die Handelsgesellschaft auf, die jetzt die FirmaJakob Fugger und Gebrüders Söhne" annahm.ImJahre 1498 verheiratete er sich mit der schönen Sybilla Arzt,blieb jedoch während seiner sicbenundzmanzigjährigen Ehekinderlos. Er brachte den Handel zn einer solchen Höhe, daßer die Geschäfte in Wolle, Seide und Spezereien aufgab undsich ausschließlich auf Bergbau und Bankgeschäfte verlegte.Er erwarb den ganzen Kupferkauf in Ungarns Bergwerkenum hohes Geld; die Kupferbergwerke in Nensohl und andernOrten waren in seiner Hand; der jährliche Reinertrag der-selben belief sich ans 110000 fl. In Kärnthen baute er einBleiwerk. Der veränderten Haudelsrichtung nach Ostindienwußte er sich ebenso rasch als glücklich zn accommodiren.1505 trat er mit den Handelshäusern Welser und Hochstetterzn einer Handelsgesellschaft zusammen, um drei Schiffsladungenmit levantischen Waaren, welche man in Deutschland bisher

0 Ugl. meine Ausgabe (Augsburg 1873) S. 22.0 Ehrcuberg I. S. 88.

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