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Einleitung.
Wem: man in der altehrwürdigen Stadt Augsburg dielange, vvn der hochliegenden Sü Ulrichskirche nordwärts zun?Dome führende Maximilians-Straße' herunter geht, so erblicktman gleich hinter dem schönen Herkulesbrunnen zur linkenHand neben dem jetzigen Gasthof zu den „Drei Mohren" dielang hingestreckte Fa^ade eines Gebäudes von kolossaler Aus-dehnung, Die Außenwände desselben sind mit neueren, derGeschichte der Stadt Augsburg entnommenen Fresken bedeckt,die, wenn sie auch, was Stilisierung und künstlerische Anordnunganbelangt, mit den in Augsburg noch heute vielfach erhaltengebliebenen Hausfresken aus der Renaissancezeit keinen Ver-gleich aushalten können, doch von einem edlen Streben undeinein tüchtigen Studium Zeugnis geben. Es ist der Palastder Fugger. Noch sieht man deutlich, daß das Gebäude auszwei früher selbständigen Häusern zusammengesetzt ist; ehedembildete der ganze Häusertrakt bis hinauf zum Katharinen-gäßchen ein zusammenhängendes, unter dem Gesamtnamen„die Fuggerhäuser aus dem Weinmarkte" benanntes und imBesitze der berühmten Familie befindliches Ganzes, von demsich dann später, etwa von der zweiten Hälfte des 17. Jahr-hunderts an, als die Geldmacht und damit der Glanz derFugger in Niedergang gerieth, ein Theil nach dem andern ablösteund in fremde Hände überging, bis schließlich nur noch derTheil im Besitze der Familie blieb, den man heutzutage mitdem Namen „Fuggerhaus" zu bezeichnen gewohnt ist.
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