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Der morgenländische und abendländische Katholicismus mehr in seinem innerns wesentlichen als in seinem äussern Verhältnisse dargestellt
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dessen diese Naturphilosophcn auf den Saz: ißeo inorimur gu!avn'wmz als ein Axiom berufen, so hat dagegen langst ein deut-scher Naturphilosoph, I. Böhm den cntgcgcngesezten Saz aus-gestellt: Illoo vivilims guia morinuir. Dieser Naturforscher hatnämlich nachgewiesen, daß was man Tod Heist, die Wurzel desLebens selber ist, als solche aber (nämlich in der Occultation oderLatenz ihres Wirkens) im Grunde gehalten, nicht als tödtend,sondern als das Leben in seiner Offenbarung bedingend somit alsGut oder dem Guten dienend sich erweiset, und daß nur das ab-norme sich Erheben, Vcrsclbstigen und nicht Wurzel zu scyn Stre-ben sich als das Leben (Gewächs aus der Wurzel) vergiftend, ver-wirrend, verfinsternd und verzehrend kund giebt so daß nichtdas Losscyn von der Wurzel, sondern das Freiscyn von ihr dasnormale Leben und Wachsthum bedingt, oder daß wie -Taulersagt, der Zorn des Lebens gut ist wenn er gut angewendet, oderin seinen gcsezlichcn Schranken wirkt. Man sieht aber leicht, fallsman nur dcn Muth und Verstand hat sich hierüber bei I. Böhmselber zu belehren, daß eben nur dieser Begriff des Todes wieihn I. Böhm fast mit der Schristlchxe übereinstimmt, indem nurvon diesem Standpunkt aus Jene Katastrophe begreiflich wird,durch welche der Tod gleich einem wilden Feuer in der Schöpfungaufkam und auskam. Zugleich wird man aber auch einsehendaß I. Böhm hiemit zuerst den Manichäism widerlegte, indemman in dem Dualism der Zcitwclt zwar zwei Principien aner-kennt, aber nur so daß falls das Eine Princip in seinem Wirkendem andern, als untergeordnet dient, keine Dualität derselben alsZwietracht sich kund giebt, und man darum von keinem Principdes Bösen sprechen sollte, indem dasselbe Princip sich als gut er-weiset falls selbes in der normalen Relation mit einem andernwirkt. Wenn übrigens nach dieser Schristlchre alles kreaturlicheLeben und Leiben auflöslich ist, welches nicht des göttlichen unauf-löslichen Lebens theilhaft ist, so gewinnt man hiemit Licht für denVerband des zeitlichen und kreaturlichcn Lebens überhaupt (welcheZeitlichkeit und Kreaturlichkcit die Naturphilosophen ohne Beweiß