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Der morgenländische und abendländische Katholicismus mehr in seinem innerns wesentlichen als in seinem äussern Verhältnisse dargestellt
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er Zweck vorliegender Schrift ist ein dreifacher. Der Eine be-trist den Absolutism der abendländischen katholischen Kirchcnverfas-sung oder den Primat, indem dessen bisherige Unerwiesenheitals zum Bestand und Einheit der Kirche, nicht zu ihrer blos äus-sern Uniformirung absolut nvthwcndig scycnd gezeigt und aufdie permanente Synodalvcrfassung der gräco-russischen Kirche, alsgleichsam auf einen ständigen kirchlichen Landtag hingewiesen wird,als auf ein 1'nrlin», (lompm'-uionis, sowohl zwischen der Unter-würfigkeit und Untcrthänigkeit der römischen Kirche (Gemeinde)unter Einen Uomilex umximus, als der Untcrgcbcnhcit der prote-stantischen Kirche als solcher, unter den Landcshcrrn als Landcsbi-schof oder lisiiise-cplis suimmis. Weswegen die Vornehmheit mitwelcher sowohl Romanisten als viele Protestanten im Abendlandeauf die policciliche Abhängigkeit der graco-russischen Kirche alsHeelosia piessa hcrabblicken zu können vermeinen, ihnen Übel an-steht, indem sie wissen könnten, daß gerade eine solche Abhängig-keit nicht essenticl, sondern nur accidentcl besteht*), wovon aberdas Gegcntheil sowohl bei der römischen als protestantischen Kirchestatt hat, indem Jene sich der weltlichen Souverainets nicht anderszu entziehen weiß, als durch unbedingte Untertänigkeit unter einengeistlichen Souvcrain in welcher Untertänigkeit sie auch ihre

Eben weil die gräco-russische Kirche ausser der Bewegung undden Welthändeln der abendländischen Kirche gehalten blieb, erhielt inihrer politischen Obscurität doch innerlich um so weltfreier, und bliebdem ursprünglichen Geist des Christenthums treuer als die abendländischeKirche, welche selbst im siegreichen Kampf mit der Weltmacht, dieserdoch innerlich unterlag. Wie denn Christi Worte in diesem Sinne geltendaß wer zum Schwert greift, durch selbes fallen wird."

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