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halte*)". Auch ist sein Werk gar nicht ohne Gelehrsamkeit undTalent, eine Rüstkammer der mannichfaltigsten Argumente. Aberman sieht dabei recht, welche wissenschaftliche Bedeutung diesemStreit auch noch ausser den theologischen Beziehungen beiwohnte,in wie tiefem Dunkel alle wahrhafte und critische Geschichte nochbegraben lag. Eck hat kein Arg dabei daß sich Petrus ganzer 25Jahre in Rom aufgehalten habe, recht ein Borbild aller Papste,wahrend es der historischen Critik zweifelhaft bleibt, ob er jemalsdahin gelangt ist**); er findet Cardinale selbst mit diesem Namenschon im Jahr 770, ja schon Hieronymus nimmt die Stellung einesCardinals ein. Im zweiten Buch will er die Zeugnisse der Kirchenvaterfür Jenes göttliche Recht zusammenstellen, und beginnt dabei mitDionysius Arcopagita, dessen Werke nur leider untergeschoben sind.Eins seiner vornehmsten Beweismittel sind die Dccretalen derältesten Päpste, aus denen sich freylich gar vieles ergiebt was mansonst nicht glauben würde: ein Unglück nur, daß sie sammtlich
*) Eck giebt also wenigst zu, daß die Sache die er beweiset, einesBeweises bedarf, und appellirt also au die Vernunft seines Lesers alsan das Oberste Tribunal. — Auf welches Tribunal sich denn auchv>'. Manzo Capellari beruft wenn Selber gleich Eingangs seiner Schriftder Triumph des Heil. Stuhls mit den Waffen der Gegnerdesselben diese zu widerlegen verspricht, aus V»sol-. vom. 2. die Worteanführend: Voliclis odögug liudio Iiililui' inivilggiis gui causam (Ig odvglSUl 'iiiliLti'UiuentiL.
**) Wenn schon, bemerkt ein älterer Schriftsteller, Eusebius, Cle-mens und Irenaus vou dem Märtyrer-Tod Petri in Rom schreiben, sosind doch die chronologischen Angaben über Petri Aufenthalt in Rom undseinen Tod so widersprechend, daß man diesen Angaben so wenig trauenkann, als der mit ihnen verbundnen Legende daß Petrus seinem Mär-tyrer-Tod erst entfliehen wollte, und von Christus der ihm ausser derStadt begegnete wieder in selbe zurück gewiesen worden sey. Auch wirdweder in der Apostelgeschichte noch in Pauli Briefen die geringste Er-wähnung von einem Aufenthalt Petri in Rom gemacht, was doch aller-dings geschehen hätte seyn müssen, falls Petrus in der in jener Legendeangegebnen Zeit in Rom gewesen wäre. Dagegen zeigen noch jezt dieGriechen in Argos die Grabstätte Petri und erzählen von dort geschehenseyn sollenden Wundern.