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Willcngcist (dem widerstreitenden Gcscz in den Gliedern) gebundenund besessen ist. Weswegen auch der Apostel sagt, daß das (gute)Gcscz als geistlich den zu seinem Vollbringen nöthigcn Leib zwaran uns sodcrt, ihn aber nicht gicbt. Wie denn der Zwang (Im-perativ) im Organism mit der Impotenz des funktionircndcn Werk-zeugs eintritt, und der ethische Gewissenszwang Jenem Schmerzvergleichbar ist, welchen die Menschen an ihren durch die Amputa-tion verlornen Gliedern suhlen. Des Apostels Wunsch von diesemder Sünde und dem Tod verknechtcten Leib erlöset zu werden, vondem es in einem alten Kirchenlied Heist:
Vom Leib will nicht heraus der Geist,
Vom G'sez erfodert allermeist!
Dieser Wunsch, sage ich, ist folglich nicht als der Wunsch zumißdeuten, entleibt d. h. zum lcibloscn Geist zu werden (zu einemSchwebenborgisehen oder auch Hegel'scheu Geist) — sondernman muß diesen Wunsch des Paulus als Jenen erkennen zueinen andern Leib oder zu einer andern Leibescigcnschastsoffcn-barung zu gelangen, welcher als geistlicher Leib jenem geistlichenGesez entspricht, selbes als Willen erfüllend, befriedigend und er-gänzend. Vis ejus iutoKvn si oonversus in Lorpus. >— Nun hatder einzelne der Sünde und dem Leibestod lebende Mensch durchseine erste Willcnszukehr zu Gottes Willen seinen diesem entsprechen-den Lichtleib (als Eine der drei Eigenschaften des Leibes)*) noch
*) Nach I. Böhm machen im Normalstand der äussre (Elementen-und Sternen-Mensch, die Seele und der Innre himmlische Lichtmensch die3 Principien oder Anfänge desselben Einen (zeitlich - oder irdischen) Men-schen, und da die Seele als Feuergeist, ewiger Natur ist, hiemit die fürsich finstre Feuerwurzel in sich bergend, so fällt sie so wie sie der Empor-haltung des innern Lichtmenschen ermangelt, in ihre eigne finstre Wur-zclregion oder in ihren eignen hiemit geöffneten Abgrund zurück.— DennJedes Seyende hat eine solche Untiefe in sich, und ohne seinem eignenAbyme wäre dessen Abymation nicht begreiflich. — In welchem Fall auchder zeitlich-lebende Mensch seine Triplicität verliert, und nur nochdualistisch, als zeitlicher Elementar-Sternen-Mensch und als ewigerfinstrer Fenergeist sich kund giebt, als Centaur von Vieh und Teufel —