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Der morgenländische und abendländische Katholicismus mehr in seinem innerns wesentlichen als in seinem äussern Verhältnisse dargestellt
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wankbarcn Rcligionsüberzeugung nie zu gelangen vermögen. ?i-dom nominanl inoousldoralain approbaiittnem inlirinorum, »ullis-gno doiiwuslrallouilrus snffultorrim doxmatum. Lcrin. 16.

Wir müssen uns, sagen sie, nicht anmasscn das Uncrforschlichezu erforschen, und unter diesem Borwande suchen sie die Menschenvom Lesen und Forschen in der Schrift, und von der nähern Prü-fung der Rcligivnsdoctrinen abzuhalten, d. h. damit sie, wenn sieder Welt ihre eigne Meinungen als Dogmen verkaufen, nicht desIrrthums und kraus pia überführt werden können, berauben siedie Menschen des Köstlichsten, nämlich der eignen unerschütterlichenallen Einreden und Zweifeln widerstehenden Religiösen Ucberzcu-gung. (Hicmit alles Religiösen Muths und Zuversicht, was nichtbesser ist als die Menschen meinen machen, daß sie für sich zuGott nicht beten*) können, weil sie nicht an und über Ihn den-ken können.) Ibid.

Wer ein Surrogat einer Sache debitirt, dem liegt frcylich dar-an den Kaufern Leztcre und ihr Bedürfniß aus Aug' und Sinnzu halten. Wenn es übrigens gewiß ist, daß man die Unaus-schöpflichkeit einer Quelle nur durch wirkliches Schöpfen ausihr inne werden kann, so ist es eben so gewiß, daß das wasich nicht forschen soll, nicht das ist was ich nicht forschen kann,denn wenn Adam nicht hatte in den Baum der Erkcnntnißforschen können, so wäre dieses Erkcnntniß ihm nicht verbotenworden. Es giebt nämlich auch eine Lolenco orlminollo.

*) Nur im Vorbeigehen mache ich hier auf jenen von mir ander-wärts nachgewiesnen Jrrthum aufmerksam, nach welchem man die Men-schen in gläubige und ungläubige, andächtige und nichtandächtige unter-scheidet, da sie doch alle gläubig und andächtig sind und nur im Objektihres Glaubens und ihrer Andacht (Latrie, Gebet oder Cultus) sich un-terscheiden. Dieses gilt excsiionvo von unfern Rationalisten welchevorgeben nur Wissende ohne Glauben und Affekt zu sepn, welchen Phi-lo>ophen man aber zurufen muß: an welche unglaubliche Dinge machtihr euch und uns glauben, und welch' schlechten Affekten gebt ihr euchund uns preis, falls ihr den wahren Glauben und den guten Affektverläugnet, denn der Glaube ist Affekt des Wissens.