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Der morgenländische und abendländische Katholicismus mehr in seinem innerns wesentlichen als in seinem äussern Verhältnisse dargestellt
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Werk der Canon der Schrift war, so daß die Christenvollkommen an diesen zweien, der Schrift unddem Geist genug haben können und sollen; womitdenn auch alle sogenannte Mittelpunktstheoristcn oder Behaup-tungen von einem sichtbaren Oberhaupt ?c. (als -rooapirreewde I,r parole) widerlegt sind, welchen es frcylich sonderlichdünken muß daß Christus nicht geradezu seine Jünger an Pe-trus und seinen künftigen Stuhl als an etwas minder Mysti-sches angewiesen hat, sondern an den unsichtbaren Geist, vorwelchem viele dieser. Geistlichen eine sonderbare Scheu zeigen.

Wenn darum die Apostel an dm Herrn und dem Herrnglaubten, weil sie selbst nach seinem irdischen Tod Ihn mit Augensahen und handlich betasteten, wie können wir zu derselben Ucbcr-zcugung Seines Lebens gelangen oder zu demselben Glauben,

oder Verborgensehns U nicht kennt. Wer also die Offenbarung (derNatur und des Geistes) geschichtlich begreifen will, der suche vor alleinzu begreifen, wie eben das Unsichtbarwerden des Einen das Sichtbar-werden des andern bedingt, und wie unverständig es ist, diese Bedin-gung nicht einzusehen, und etwa mit dem närrisch gewordnen PrinzZerbiuo (u. Tieck) mitten im Stück dieses wieder von vorne hereinspielen machen zu wollen. Wie also im gegenwärtigen Fall die Ge-genwart des Geistes durch das Unsichtbargewordenseyn des Oberhauptsder Kirche bedungen ward, so muß in der That jeder Versuch diese Un-sichtbarkeit doch wieder zur Sichtbarkeit zu machen, eine entsprechendeGeistesabwesenheit bewirken, »t iii«wri-> Nocet Noch muß ich hier inBetreff Jenes Offenbarungsgesezes folgendes bemerken: Wenn nämlichin der successiven oder zeitlichen Evolution eines Organisms (als seinerGeschichte) jeder frühere Moment durch sein Unsichtbarwerden dasSichtbarwerden des folgenden bedingt, wie z. B. die Knospe in derBlüthe, diese in der Frucht verschwindet, so muß die Einsicht gewonnenwerden, daß hiemit doch nur die gesonderte Manifestation Jedes ein-zelnen Moments verschwindet, welche der gesammten Plaz macht.So daß alle diese Momente in ihrer Wirksamkeit fortbestehen, und dasin der Knospe wirkende nur auf andre Weise in der Blüthe fortwirkt.Die einander in der Zeit sich ablösenden Momente müssen also mit derBollendung der Zeit als simultan ineinander, wenn schon in un-terschiednen (weder geschieduen noch confundirten) Wir-kungssphären oder Regionen bestehen. Womit der Saz klar wird, daßund wie alles Vergangne noch ist, und alles Zukünftige schon ist.