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Der morgenländische und abendländische Katholicismus mehr in seinem innerns wesentlichen als in seinem äussern Verhältnisse dargestellt
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Der Begriff der Gleichheit der Bischöfe unterscheidet eben dieMorgenländische Kirche von der Abendländischen, und wennman einmal diese Gleichheit in Einem Reiche anerkennt, so istdas Institut ihrer permanenten Gcmeinbcrathung in EinerSynode nur eine nothwendigc Folge hicvon. Welche Natio-nalsynode und Nationalkirche eben so wenig ihr Offenscyn füreine Wcltkirche ausschlicst, als das National-Institut einerAkademie der Wissenschaften diese von der Thcilnahmc an einemwissenschaftlichen Wcltinstitut ausschlieft. Wenn schon keineAkademie Eines Landes sich Jener eines Andern als einerobersten Akademie (als einer regierenden leibhaften Weltakade-mic) unterwerfen wird, und darum doch eben so wenig voneiner prcussi'schcn, bayerischen, französischen und Staatsmacht,matik die Rede seyn kann. Wie denn eben so wenig Gefahrfür den Bestand und die Einheit der Mathematik zu befürch-ten wäre, falls nicht irgendwo ein inapcllablcs oberstes ma-thematisches Tribunal und ein Jllaeslro snpremo eil inaleiiurlioa.für selbes bestünde.

Augustinus st ä30.

Gott wollte gegen schädliche Jrrthümcr einen Damm setzenund gab uns zu diesem Ende die Schrift welche Niemand bestrei-ten soll und kann, der sich zum Christcnthum bekennt.

Als Christus irdisch unsichtbar ward, und sagte, daß dieseseine Unsi'chtbarkeit seinen Jüngern und Anhängern gut undnöthig scy (wie denn auch Paulus sagt: haben wir auchChristum nach dem Fleisch erkannt, so erkennen wir ihn dochjetzt nicht mehr nach solchem!) so sezte Er gleich hinzu, daßseine Unsi'chtbarkeit die Bedingung der Sendung eines zwargleichfalls unsichtbaren, sich nicht als Person in der Welt ihnen(äusscrlich) kund gebenden Beiständers scy*), dessen erstes

*) Ich habe anderwärts gezeigt daß Jede Theorie eines Offenbar-odcr SichtbarseynS -r, schlecht ist, welche die Bedingung des Unsichtbar-