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Der morgenländische und abendländische Katholicismus mehr in seinem innerns wesentlichen als in seinem äussern Verhältnisse dargestellt
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Aber auch die Bischöfe selbst sind einander alle gleich *). Manbilde sich ja nicht ein, daß die Kirche der Stadt Rom und eineKirche wo sonst immer in der Welt wesentlich verschieden scycn.Die Gallier, die Britancr, die Afrikaner, die Perser, die Jndier,und der ganze Orient, ja alle christliche Nationen anerkennen dennämlichen Jesus Christus für ihren gemeinsamen Erlöser, und Ha-chen (in diesem sich Halten an Ihn als Ihrer aller Oberhaupt)die nämliche Richtschnur des Glaubens die Bibel. Ob einerim grossen Rom oder im kleinen Eugubium, oder im unbedeuten-den Nhegium, oder im verachteten Tains, Bischof ftp das istin Absicht auf Verdienst und Würde gleichgiltig. Reichtthum undMacht, Armuth mit Niedrigkeit machen einen Bischof weder vor-nehmer, noch schlechter, und Jeder ist ein Nachfolger der Apostel(Jeder hat apostolische Machtvollkommenheit). üPistol-r ml lZvanxe-limn 146. Versteht sich so lange sie dem Evangelium treu blei-ben. .Denn nicht alle welche Bischöfe hcissen und für solche gel-ten, sind solche. Die Kirchenwürde (die nach obigem nicht aufeiner Anordnung Christi beruht) macht einen nicht einmal zumChristen, geschweige zum Bischof. Der Hauptmann Corneliuswar schon äusserlich als Heide mit dem Heil. Geist erfüllt, denso mancher (äußerlicher) Christ nicht hat. üPist. ml Ileliollormn14 (al. 1.).

P Wenn darum Hieronymus ausdrücklich sagt daß die Priesterblos vermög einer Kirchenobservanz untergeordnet, und diese Unterordnungauf keiner wirklichen Anordnung Christi beruhtIZpist. .-»ll'l'iwm l. so wi-derspricht sich Hieronymus offenbar wenn er anderswo sagt:Aber sagstdu, über den Fels wurde die Kirche gegründet, wiewohl in einer andern Stelledieses über alle Apostel geschieht und die Starke der Kirche auf sie zugleichen Theilen basirt ward darum ward Einer aus den Zwölfen ge-wählt daß durch die Einsezung Eines Haupts die Veranlassung zurTrennung gehoben werde" Ich sage Hieronymus widerspricht sich,falls nickt dem Wort: darum, dasselbe: Aber sagst du beigesezt ver-standen wird. Uebrigens ist dieser Widerspruch bei diesem und andernKirchenlehrern begreiflich, indem sie die zu ihren Zeiten schon aufge-kommne, Nichlschriftgemässe Meinung von Einem supremen Bischof mitder Schriftlehre vereinen wollten, welcher sie doch die höchste Autoritätzuerkannt.