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Der morgenländische und abendländische Katholicismus mehr in seinem innerns wesentlichen als in seinem äussern Verhältnisse dargestellt
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26, 25 — 28. Ihr wisset daß die Fürsten der Na-tionen über diese herrschen, und daß die Grossen Ge-walt über sie ausüben. Nicht also soll es bei Euchseyn, sondern Wer unter euch will groß scyn, der solleuer Diener seyn, und wer unter Euch der Erste scynwill, der soll aller Knecht seyn.

Auch dieser Spruch reimt sich schlecht mit der Vorstellung einesApostclfürsten, selbst als kriiims iittor pares, und eben sowenig mit einem zwinglichen Kirchenregimcnt, oder mit demBegriff einer Unterthänigkcit, scy es des einen Priesters gegenden andern, sey es des Laien gegen den Priester.

23, 8 — 12. Ihr aber sollt euch nicht Rabbi(grosser Lehrmeister) nennen lassen, denn Einer ist Eu-rer Lehrmeister (der Gesalbte), ihr aber seyd alleBrüder; und Niemand auf Erden sollt ihr euren Va-ter nennen, denn Einer ist Cur Vater der in denHimmeln ist. Auch sollt ihr euch nicht Führer (ma-xiste! nach der Vulxata) nennen lassen, denn Einer istsolcher nämlich Christus.

Wird denn hicmit weniger ausgesprochen als das Verbot, daßsich kein Sterblicher als Stellvertreter des gleich unsichtbarenGesalbten des unsichtbaren Vaters und des unsichtbaren Geistesausgeben soll? Nach den Romanisten hatte aber Christus denPetrus zum Naestro supremo Selber ernannt und bevoll-mächtigt.

Marcus 9, 34 — 36. Denn sie hatten auf demWege ein Gesprach untereinander gehabt, wer dergrössere (krimas) unter ihnen sey? Da sezte sich Je-sus nieder und sprach zu ihnen: Wenn Jemand willunter euch der erste (nicht gleich mit den andern) seyn, sowird er (nicht freiwillig, sondern gezwungen) der lezte untereuch seyn.

Lucas 22, 24. Es entstund auch ein Streit unterihnen, welcher grösser als der andere zu achten scy.