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Der morgenländische und abendländische Katholicismus mehr in seinem innerns wesentlichen als in seinem äussern Verhältnisse dargestellt
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und die Pforten des Todtcnbchältnisses (die tödtcndcnMachte) werden sie nicht überwältigen. Und ich werdedir die Schlüssel des Königreichs der Himmel geben,und was du auf Erden binden wirst, wird in den Him-meln gebunden seyn, und was du auf Erden lösenwirst, wird in den Himmeln gelösct seyn.

Ilml. 18, 13. Wahrlich ich sage euch (Jüngern) wasihr binden werdet auf Erden, wird in den Himmelngebunden seyn, und was ihr auflösen werdet auf Er-den, wird in den Himmeln aufgelvset seyn.

Ibiti. M. Wo zwei oder drei versammelt sind auf(in) meinem Namen daselbst bin ich mitten unterihnen.

Vergleicht man von diesen drei Schrifttextcn die ersten zweiunter sich, denn ohne Schrift und Gegenschrift ist kein Ber-ständniß derselben, so last sich hieraus nicht nur allein keinstringcnter Beweist, sondern ganz keiner für eine Unterord-nung der übrigen Apostel unter Petrus führen oder für einepersönliche an ihm hastende Bevorzugung. Wie denn dieseThomas Aquin lediglich in der Priorität der Zeit sucht, weilnämlich dieselbe Schlüsselgewalt, welche im 18. Cap. allen Jün-gern, im 16. Cap. dem Petrus allein als erthcilt worden er-zählt wird, was nicht nur allein für die Zeitfolge selbst nichtsbeweiset, da in den Evangelien Versczungen nichts seltnes sind,was aber noch weniger, wie Thomas Aquin will, einenSchluß auf eine Caussalitätspriorität gestattet, so daß Christusdie Einrichtung getroffen hätte, daß alle übrigen Apostel dieSchlüsselgewalt nicht unmittelbar von Ihm, sondern von Pe-trus zu empfangen hätten; welche Fiction (um nicht einmaldes Apostels Paulus zu erwähnen) schon dadurch als solchesich erweiset, daß weder in der Apostelgeschichte noch in denApostclbriefen auch nicht die geringste Spur eines solchen be-deutenden Ereignisses sich findet, da doch die übrigen Aposteleben so schon zu Christi Lebzeiten verpflichtet gewesen wären, die