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Der morgenländische und abendländische Katholicismus mehr in seinem innerns wesentlichen als in seinem äussern Verhältnisse dargestellt
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lcztre behauptet, daß ohne einem solchen Monarchischen Regiment,die Kirche selber accphal und ihrer Einheit ermangelnd wäre, wes-wegen sie aus der Notwendigkeit dieser Einheit auf die Notwen-digkeit zun'ickschlicst, daß Jesus Christus Selber nicht nur dem Pe-trus personlich die Obcrhcrrlichkeit (Primat) crtheilt, sondern dessenMachtvollkommenheit dem Stuhl Pctri in Rom eingesenkt hat,wogegen die morgenländischc Kirche eben daraus, daß Christuskeine solche Einsezung gemacht hat, den Schluß zieht, daß solchezur Gründung und zum Fortbestand der Einheit der Kirche keines-wegs notwendig war und ist*). > In Betreff dieser von derabendländischen Kirche festgchaltnen Monarchie kömmt indessen zubemerken, daß hierin doch noch eine bedeutende Variation unterihren Bertheidigern statt findet, indem die Einen selbe für absoluterklären, was eigentlich nur conscqucnt ist, falls man einmal imKirchenmonarchen einen Statthalter und Bevollmächtigten Jesu

Armee gleicht, deren Generalissimus der Papst ist," daß also in ihm diestrengste Subordination und Instrumentale Obedienz herrschen soll, wo-mit das Corporative Element gänzlich deprimirt sehn würde, durch einendivinisirten Absolutism.

*) Die Nömischkatholische Kirche nimmt darum die Worte: üxtiaeodesiai» nicht nur mit dem: I?xlia k!ln'isl»n> »Ulla «al»s gleichbedeutend,sondern mit dem: lüxwa l>az>ai». Welchem Ausdruck man aber Jenen:Lxlra I'elinni hinzusezen müste, falls die Romanisten darüber einig wä-ren, ob Jene apostolische Machtvollkommenheit Jedem auf dem römi-schen Stuhl sizenden von Jesus Christus unmittelbar (at llist l>a »lli oderdurch den Apostel Petrus (at «»»»»,1 >>a»a) ertheilt wird. Wenn darumMöhler (Einheit der Kirche oder das Princip des KatholiciSmus) sagt,daß wir Christus nur aus und in der Kirche erfahren (inne werden)und daß alle Absonderungen von der Kirche, alle Häresien eine egoisti-sche Auffassung des Christenthums zum Grunde habe», also Unlauter-keit des Gemüths Jmpietät einschliessen" so ist hiemit darum nichtsgesagt, weil Möhler keinen klaren, bestimmten Begriff der Kirche gicbtund dessen Mangel unter Sentimentalität verbirgt. Denn es fragt sichja eben darum, ob ein Kirchenvorsteher der sich ausschlicssend für denBevollmächtigten und Christi Geistal llist Kamt" Besizenden giebt, hie-mit das Christenthum nicht egoistisch auffast, und sich der Jmpietät ge-gen diesen Geist nicht schuldig macht?