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lich eben die Untilgbarkcit dieses Charakters ihre Quaal zu-gleich mit ihrer Impotenz macht. Mit dieser irrigen Borstel-lung fällt nun auch Jene einer blossen Znstruinentalität desPriesterlichen Wirkens zusammen. Nun ist freylich nicht in Ab-rede zu stellen daß eine solche Jnstrumcntalitat im Pricstcr-thum des alten Bundes sich vorzüglich kund gab, weil hier dieManifestationen Gottes sich ausscrlich, in der äussern Natur (so-wohl im als ausscrm Menschen) vorzüglich kund gaben, wie dennauch Paulus (Hebräer 9, 14 ?c.) vom Lcvitischen Opferdienstsagt, daß selber die Verunreinigten nur zur Heiligung des Flei-sches heiligte, weil es unmöglich sey, daß Thierblut Sünden weg-nehme. Wenn man darum schon das unmittelbar schöpferische inder Natur auch im neuen Wunde gegen den Spiritualism festhält,so soll man doch wissen, daß eben die Integrität des geistigenLebens und Wirkens im neuen Bunde Jene des natürlichen Wirkensbedingt. Weswegen der Berf. der Schrift: „giebt es eine überna-türliche Offenbarung" sehr unrecht daran thut, wenn er den Be-griff des blos instrumentalen Pricstcrthums, wie selber im altenBunde noch galt, ohne wciters in den neuen Bund überträgt undnicht erwägt, daß eben hicmit die natürliche, nicht die übernatür-liche Offenbarung auch im neuen Bunde das Dominium haben,und die ganze christliche Heilsanstalt zu einer Maschine gemachtwürde.
Vcrgleichung der morgenlandischcn nnd abend-ländischen Kirche in Betreff des Primatsoder Oberstbischofamts.
Der Hauptunterschicd beider Kirchen besteht allerdings darin,daß die Kirchcnvcrwaltung in der morgcnländischcn Kirche collegial,wogegen selbe in der abendländischen streng monarchisch ist*), daß
*) Der Verf. der Schrift (giebt es eine übernatürliche geist-liche Ordnung?) sagt, daß „das ganze Priesterthum einer stehenden