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Mehrere Römisch-katholische Theologen haben sich einer Ver-wirrung der Begriffe schuldig gemacht, indem sie von der richtigenUcbcrzcugung ausgehend, daß nicht der Mensch dem Menschen son-dern Gott durch den Menschen diesem Hilst, sofort auf die Vor-stellung eines t)pns opernlnin verfielen, nämlich eines lediglichpassiven Verhaltens des Menschen sowohl bei der Mitthcilung alsbeim Empfang dieser Hilfe. Diesem Jrrthum zu begegnen hatman vor allem die Einsicht des dreifachen Verhaltens des Men-schen (als freier intelligenter Kreatur) zu seinem Schöpfer und Er-halter zu gewinnen und festzuhalten, nämlich Jene, daß so wieGott Etwas für den Menschen ohne dessen Wissen und Wirkenthut, Selber etwas mit dem Menschen, endlich daß der MenschEtwas ganz allein für Gott thut oder thun soll, oder daß, fallsder Mensch Gott in sich, Gott scyn und wollcn last,und auch mit Gott will, Gott will wie er (der Mensch) will, undihn frei thun last. Ohne diese Triplicität im Auge zu behaltenverfallt man nothwcndig auf irrige Vorstellungen sowohl in Betreffder NIchtsubjcctivität (Passivität) als der Subjektivität (Egoitat)sowohl von Seite des Spenders als Empfängers einer Gottcs-gabe. Wird darum das Spenden wie das Empfangen als in ihrerNormalität geschehend gedacht, so denkt man sich auch diese dreiWirkungsweisen zwar als unterschieden und in untcrschicdncn Re-gionen des Menschen vorgehend, jedoch weder confundirt noch ge-trennt, wie denn schon altere Theologen von dem Zusammenwirkeneiner vorlaufenden, mitwirkenden und consirmircndcn Gnade spre-chen, als vom Wirken des Vaters, Sohnes und Geistes. Manhat darum den Begriff einer Passivität nicht im absoluten Sinne zunehmen (wie z. B. Thomas Aquin that) so daß der Täufer beimTaufen eben so blind und instrumental sich verhielte als der Tauf-stcin, und eben so muß man dem Wort: Subjcctivität eine rich-tigere Bedeutung geben, als Philosophen und Theologen selbemnoch zu geben pflegen. Nicht das ist nämlich das in der Theoriewie Praxis Schlechte, daß der Mensch (die Kreatur) als Subjekt,folglich subjektiv oder selber weiß, will und thut, sondern daß