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Der morgenländische und abendländische Katholicismus mehr in seinem innerns wesentlichen als in seinem äussern Verhältnisse dargestellt
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begnügen zu müssen scheint, welche von des Priesters Separat -Tisch abfallen. Deswegen auch die nwrgenlandischc Kirche derabendländischen den Borwurf macht, daß sie hicinit dem Bolk denursprünglichen Begriff der Communion aus den Augen gerückt halt,indem doch hier alles auf die Fcsthaltung dieses Begriffs als einessocialen und nicht partialcn Thuns ankommt. Wenn fernerschon beide Kirchen die Ohrcnbeicht einführten, so sahen wir doch,daß die morgenlandischc Kirche von jenem wirklich enormen Miß-brauch jener sich freihielt, welcher in der abendländischen Kircheum sich griff. In welcher lcztcrn nur zu oft das Beichtkind sei-nem Beichtvater und Dircctcur sich auch ausser dem Beichtstuhlnicht blos als Gewisscnsrath unbedingt unterwirft, sondern sich ihmgcwisscncigen (was ungleich mehr als leibeigen ist) macht,und sich gewissen- wie sclblos dem Beichtvater als objektivemGewissen ergiebt somit auf die Stimme Gottes in seinem Gewissennicht mehr hören zu dürfen wähnt, weil ja der Beichtiger an GottesStatt mit ihr spricht.*) Indem ich übrigens nicht nöthig finde,bei andern Unterschieden beider Kirchen in der Administration derübrigen Sacramcntc zu verweilen, bemerke ich nur, daß dieselbeabendländische Kirche, welche beim Ausbruch der Reformation vonder Beseitigung des Kelchs und vom Cälibat schlechterdings nichtabging, bei den unirtcn Griechen hierüber so wie über das?iliognekeineswegs difficil war, um so strenger aber das Dogma desPrimats festhielt, (v).

*) Daß hierum, nämlich in den Begriffen von der Beichte, sichnichts geändert hat, kann man aus den hierüber gegebne» Lehren desNeuen Heiligen Liguori entnehmen, besonders in seiner SchriftzurBeruhigung serupulöser Gemüther" welche einen volligen Qnietism undMolinism, nicht in Bezug auf Gott, sondern auf den Beichtvater lehrtEine Lehre, die ohne dies allen Möllens - und Wissensfaulen zusagt.