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Weltgerichts (nach welchem wie der Engel in der Apocalypse ruft,keine Zeit mehr scyn wird) völlig zcitfrci, d. i. von dem Zeitlichenvöllig unassicirt zu denken, — so scheint es auch, daß man vonkeinem Abgcschicdnen behaupten kann, daß sich dieser Erlösungs-proceß in ihm nicht auf irgend eine Weise sortsezt, und zwar umso weniger als dieser Proccß seiner Natur nach ein für die gc-sammte Menschheit solidarischer ist. Wenn nun aber schon von diesemGesichtspunkt aus uns einiges Licht über die dunkle und gchcimniß-volle Region Jenseits aufgeht, so bleibt doch die Kluft unerfüllt,die uns in unserin irdischen Wissen und Wirken von selber geschiedenhalt, wenn wir uns dem Glauben nicht entschlagcn können aneine fortwährende Gemeinschaft mit ihr mittelst unser Möllens oderAffekts. — Weswegen denn auch die morgenlandische Kirche mitder abendländischen das Gebet für die Abgcschicdnen zwar statuirt,wogegen selbe — weil die Schrift uns keinen bestimmten Auf-schluß hierüber giebt — auch kein Dogma ausspricht, was abernicht nur die Abendländische thut, sondern behauptet daß ihreSchlüsselgewalt bis in Jene Region sich erstreckt, ja daß die Er-leichterung, Verkürzung oder gänzliche Befreiung von der Pein
solchem Nichtverständniß des Verhaltens der Uebernatur zur Natur einVerständniß der Religionsdoctri» möglich, welche lehrt, daß wofern diewollende Kreatur sich dem ihr aufgegebnen Dienst der Offenbarung derUebernatur durch sich, entzieht, sie mit ihrer eignen Natur in Oppositiontritt, und gleichsam gegen sich aufbringt, indem sie sich der freien Evolutionund Vollendung der Offenbarung der leztern widersezt. — Es würdeübrigens gleich irrig seyn, falls man die oben aufgestellte Dreiheit dcSPrincips, Organs und Werkzeugs entweder mit dem primitiven undheiligen Ternar vermengen, oder jener ihren Bezug auf leztern verken-nen würde. Dieser Ternar ist nämlich schon im Princip, als im Ver-borgnen Gott sanit der Weisheit (Jdea) enthalten, in welchem dasWort als eingeboren ist (lil princixio erat Verbum); und es ist dasselbeWort, welches durch die Natur offenbar wird, als Mitwirker und Organdes Princips (et veriiviu erat !>!»»! Ne»m). So lange aber die Theolo-gen zwischen der ausser der ewigen Natur geschehenden Geburt desWorts und dessen durch die Natur geschehenden Offenbarung nichtbehörig unterscheiden, indem sie beide vermengen oder trennen, so langewird auch ihre Exposition des Ternars unklar und unbefriedigend scyn.
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