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sich nicht anders gegen den noch wcltlichmächtigcn Kirchenstaathalten, als daß sie sich den weltlichen Regenten auch als Ober-häuptern in geistlichen Dingen, als Landesbischöfcn, untcrgaben,womit denn nur die Staatskirche in andrer Form wieder her-vortrat.
Diese allgemeinen Bemerkungen glaubte ich folgender Darstel-lung des Unterschieds des morgcnlandischen Katholicisms vomabendländischen oder römischen um so mehr voranschicken zu müssen,als über crstcrc es an Kcnntniß Im Abcndlande im Ganzen nochsehr gebricht, und welche Nichtkcnntniß sich keineswegs auf daskirchliche Leben in Rußland beschränkt, wie man denn nur einenBlick in die deutschen und französischen Journale zu werfenbraucht, um sich zu überzeugen daß Rußland in seinem dermaligenintellektuellen, politischen und industriellen Leben nicht viel minderdem Abendland noch unbekannt ist als dieses früher von Americagalt*). Ausserdem daß der Deutsche die durch die Reformation ge-schehene Kirchenspaltung mit all' ihren leidigen noch jetzt bestehen-den Folgen nicht versteht, wenn ihm die frühere zwischen der mor-genländischcn und abendländischen Kirche unbekannt und unverstan-den bleibt. — Wenn ich übrigens auch in folgender Schrift esfür gut hielt über mehrere Momente der christlichen Doctrinund Wissenschaft ein tieferes Forschen zu erregen, und erregt zuhalten, so geschah dieses darum weil ich mich überzeugt halte, daß.nur durch ein solches gemeinschaftliches freies wissenschaftliches For-schen ein gründliches Einverständniß unter den bestehenden Confcs-
*) Zu diesem Nichtkennen gesellt sich bei diesen Journalisten nochhäufig ein Uebelmollen, ja eine wahre Russophobie, welche zum Theil inder Einbildung ihren Grund hat von der Gefahr einer Invasion jaeines Verschlungen Werdens Deutschlands von diesen wie sie meinen nochvöllig ungebildeten und schmählich verknechteten Barbaren; denen manes doch wieder sehr übel nimmt, daß sie in ihrer Nationalbildung soregsam vorschreiten und um das Russenthum nicht gegen das Dcutscb-thun, und Franzosenthnm aufzugeben, das: rss ;»>e g»oa »o» es! auchfür sich geltend zu machen sich erlauben.