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Römischer Denarfund von Fröndenberg
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ischen Ereignisse sind nun die Markomannenbewegungen gewesen, diejetzt allgemein als eine Folge des Druckes aufgefaßt werden, den dievon der Weichselniederung zum Schwarzen Meer abrückenden Gothenausübten * 1 ); sie werden auch auf die Völker an der unteren Odereinengleichen, von hier nach Westen fortschreitenden Druck ausgeübthaben, und wir hören ja geradezu von solchen Bewegungen imWesten, nämlich von Vorstößen der Chauker und Chatten 2 ).Gegenüber so gewaltigen und nachhaltigen Bewegungen brauchenwir nicht zu glauben, daß die Bataveraufstände, die Kriege desDomitianus, die germanische Tätigkeit des Traianus usw. zu den-selben Massenvergrabungen von Schätzen hätten führen müssen.Nach den Markomannenkriegen sind dann die Germanen nichtwieder zur Ruhe gekommen, und die Vergrabung von Schätzennach 180 hat also nichts Auffälliges an sich.

Übrigens gilt für die Vergrabungszeit unserer Schätze nochFolgendes: Da bei einem Teil der Schätze auch die letzten (in derZeit der kargen Münzzufuhr noch zugetretenen), vereinzelten Exem-plare des (Pius), Marcus, Commodus, Severus usw. auch ihrerseitsstark abgegriffen sind, so sind auch diese Stücke noch einem längerenUmlauf ausgesetzt gewesen, und daraus hat man mit Recht gefolgert,daß ein Teil der Schätze erst im 3. Jahrhundert n. Chr., mancheauch noch später (vgl. S. 42), unter die Erde kamen. Diese Münzenrollierten eben in Germanien zwischen dem römischen Kaufmannund seinen germanischen Abnehmern heute, zwischen demselbenRömer als Einkäufer und seinen germanischen Lieferanten morgen,und dienten so noch jahrzehntelang, während die Zufuhr neuerMünzen infolge des jetzt so starken römischen Imports nach Germa-nien stockte 3 ).

hange auf die Perioden der Hussitenkriege, des Dreißigjährigen, des Sieben-jährigen und der Napoleonischen Kriege als die für Schatzvergrabung imneuzeitlichen Deutschland epochemachenden verweist.

1) Rappaport, Einfälle der Goten ins Römerreich 1899, 13/15,Fredrich S. 46.

2) Moimsen, Röm. Gesch. 5, 146/7. 210.

3) Sie dienten wohl auch dem Verkehr der Germanen unter sich, denn gewißwerden durch den anderthalb Jahrhunderte langen Verkehr mit den römischen