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Römischer Denarfund von Fröndenberg
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Münzen 1 ), so verfängt der Ausweg nicht, man habe sie um desgeringeren Gehaltes wegen abgelehnt. Aber dieser Ausweg ist auchfür später nicht gangbar: denn die geringe, am Äußeren der Münzekaum wahrnehmbare, sicher wenigstens für den barbarischen Ver-käufer nicht wahrnehmbare Verschlechterung seit Severus und dieweitere gleichfalls geringe bis etwa 256 oder 258 2 ) hätte,selbst wenn sie der Germane bemerkt hätte, ein Ablehnendieses Geldes nicht zur Folge gehabt, sondern höchstens eineTrennung, also eine Aufbewahrung und Vergrabung in besonderenSchätzen. Wenn Handel und Verkehr Münze brauchen, so nehmensie sie, wo und wie sie sie bekommen, und selbst die schlechtesteist immer noch besser wie gar keine. Das lehrt die Geldgeschichtez. B. des 17. und 18. Jahrhunderts mit voller Deutlichkeit. DerSchluß ist zwingend, daß die Münzeinfuhr von der Flavierzeit bisPius sehr stark ist (im Westen unter Pius schon

etwas schwächer, vgl. S. 38), daß dann schon in der zweitenHälfte der Regierung des Marcus nur noch wenig Münzen inGermanien eingeführt worden sind und ihre Einfuhr von nun animmer noch mehr, bis fast auf den Nullpunkt sinkt. Und da derHandel, wie der archäologische Befund (vgl. S. 34) lehrt, nichtstockt, sondern gerade jetzt erst mächtig aufblüht, so muß derGrund der sein: von der späteren Zeit des Marcusab (im Westen schon etwas eher) wird der germanischeExport ins Imperium meist nicht mehr mit B a r g e 1 dbezahlt, sondern mit Waren, eben mit der römischenoder römisch-provinzialen Importware, die uns der germanischeBoden seitdem in so verstärktem Maße liefert.

B) Zu demselben Ergebnis kommen wir auch, wenn wir die

1) Hammer, Feingehalt, Z. f. Num. 26, 98/100.

2) Seit Severus ist das Korn etwa 4655% fein und ist noch bis etwa 2563550% fein, Hammer S. 101/104. Erst nach 256 sinkt der Gehalt aufwenige Prozent Silber, die durch Weißsud vgl. Z. f. Num. 29, 138 ander Oberfläche sichtbar gemacht werden; diese Münzen sind Kleingeld, das fürden Außenhandel überhaupt nicht in Betracht kommt, so wenig wie die mehroder minder weißgesottenen Kupfermünzen der diokletianischen Zeit und desspäteren 4. und 6. Jh.