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Römischer Denarfund von Fröndenberg
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nach Severus begründet man dann wieder mit dessen Münzver-schlechterung.

Diese heute herrschende Meinung bedarfaber nach dem Befund der Schätze der Be-richtigung.

A) Genau so wie bei Mommsens Auffassung (hier S. 33 Anm.3)bleibt nämlich auch bei der neuen Lehre die Tatsache unerklärt,daß die Zahl der Münzen der Flavier, deä Traianus, Hadrianusund Pius so groß ist, die des Marcus viel kleiner, die des Com-modus, Severus usw. erst recht (siehe die Tabelle S. 52 ff.). Würdeder angeblich durch die Markomannenkriege begründete, jedenfallsum 165/175 laut Ausweis der Münzfunde bestehende Handel un-verändert weiter bestanden haben, so würden die Münzen aus derRegierungszeit des Marcus, des Commodus usw. ebenso zahlreich inGermanien zu finden sein wie die aus der des Pius 1 ); denn in derspäteren Regierungszeit des Marcus bestand die im Imperiumumlaufende Münzmasse vorzugsweise aus den Münzen seiner Zeit,unter Commodus aus Münzen des Marcus und des Commodus selbstusw. Wären die Münzmassen unserer Funde gar erst nach 200, wie dieneue Lehre will, eingeströmt,so müßten sie vorzugsweise aus Denarendes Commodus und Severus bestehen. In jedem normalen Schatz-funde sind ebenso wie im Portemonnaie eines jeden von uns dieMünzen der letzten zwanzig Jahre am stärksten vertreten, alleälteren Münzen von Jahrzehnt zu Jahrzehnt rückwärts um soseltener. Funde, die davon abweichen, verlangen eine beson-dere Erklärung, und wenn die germanischen Funde viel wenigerMünzen von Marcus zeigen als von Pius (vgl. meine TabelleS. 52ff.), so ist eben schon in Marcus späteren Jahren nurwenig eingeströmt, noch weniger unter Commodus, Severus usw.Da nun Marcus Münzen in Schrot und Korn nicht schlechter sindals die des Pius, Commodus Münzen nicht schlechter als Marcus

1) Das hat Seger, Schlesiens Vorzeit 7, 432, klar erkannt und daher dieTischlersche Auffassung bekämpft und sich zur alten Lehre bekannt später istauch er zur neuen Lehre übergegangen, Korrespondenzbl. d. Gesamtvereins1907, 58 f.

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