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bei manchen, namentlich westlichen Funden, wie hier, mit Pius (vgl.dazu S. 38), oft, bes. bei den ostdeutschen, mit Marcus, oft, bes. beiskandinavischen, erst mit Commodus, siehe die Listen S. 52 ff. —bei fast allen nachneronischen Denarfunden des freien Germaniens 1 )auf und ist auch bei den germanischen Einzelfunden 2 ) zukonstatieren. Ihre Erklärung suchte man früher 3 ) in demSinken des Münzfußes. Aber das Sinken des Korns derDenare von Traianus bis Commodus ist zu unbedeutend und er-folgt zu allmählich 4 ), um damit auf irgend einer Stufe eine Ab-lehnung der Denare durch die Germanen begründen zu können;die wirklich wesentliche Herabsetzung des Kornes unter Severuskann aber auch nicht die Ursache sein, da ja eben nicht erst seineMünzen in den Funden spärlich sind, sondern schon bald die desPius, bald die des Marcus, bald die des Commodus.
Dann trat zur Erklärung jener auffälligen Zusammensetzungdie Anschauung auf, der Handel der Germanen mit Rom habe
1) Auch manche Denarfunde aus dem Imperium zeigen die Eigen-tümlichkeit, daß die Münzen der letzten vor dem Abschlußtermin liegenden20 Jahre auffallend schwach vertreten sind (so von neueren Funden dervon Waldkirch in Baden, Bissinger no. 90, Unterammergau, Visan, der Denar-anteil von Bctteldorf — Zitate über diese drei Funde siehe S. 30 Anm. 2, 45 Anm. 1,— der von Karajenön (Komitat.Pest, Num. Közlöny 4, 47) und ein unpublizierteraus dem Mäandertal. Aber bei den Funden aus dem Imperium istdas keine allgemeine Erscheinung, vielmehr überwiegen die regulär zu-sammengesetzten (vgl. z. B. von neuen Funden die unter Marcus, bezw. derletzte unter Commodus, vergrabenen von Castle Bromwich, Edwinstone, Sotin,Mocsolad, Spital, zwei von Carnuntum, von Prclasdorf; Zitate s. S. 30 Anm. 2,45 Anm, 1), und so bedarf es für jene Ausnahmen keiner gemeinsamenErklärung, sondern es mögen jeweils verschiedene Gründe die Knappheit derMünzen der letzten 20 Jahre hervorgerufen haben.
2) Z. B. bei Fredrich S. 30: 162 Denare unter Pius, 50 unter Marcus,25 unter Commodus.
3) Mommsen, R. M. S. 774 Anm. 3. Wenn Mommsen S. 774 sagt, schondie Münzen von Nero bis auf Commodus seien hi den Funden ungleichmäßig ge-mischt, nämlich entweder bis Iladrianus häufig, von Pius ab selten, oder bisTraianus selten, von den Antoninen ab zahlreich, so ist das Letztere das Natür-liche, wie sich jeder aus den Jahreszahlen der zufällig in seinem Portemonnaie be-findlichen Münzen überzeugen kann: die Münzen der letzten 20 Jahre sind diehäufigsten, von da ab sind sie von Jahrzehnt zu Jahrzehnt seltener.
4) Siehe Hammer S. 98/100 und für Severus S. 102.
Regling, Fröndenberg.
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