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Römischer Denarfund von Fröndenberg
Entstehung
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Auffindung von Goldschätzen dieser Zeit in Indien * 1 ), wo diekostbaren Spezereien mit höheren Summen bezahlt wurden alsdie minder wertvollen Ausfuhrprodukte Germaniens. 2 ) Erst vonder Zeit an, wo germanische Scharen immer häufiger plünderndbis Reich einfielen oder geschlossene germanische Scharen als Miets-truppen angenommen wurden, also etwa vom Ende des dritten Jahr-hunderts n. Chr. an, wo übrigens auch geldgeschichtlich das Gold diefrühere Rolle des Silbergeldes mitübernommenhat, dafinden sich auchförmliche Goldschätze im freien Germanien häufiger nach meinenNotizen 35 Schätze mit, soweit mir Zahlen vorliegen, zusammen 1396Goldmünzen, vgl. S. 62, nunmehr also nicht mehr so. sehrZeugen des Handelsverkehrs, sondern vor allem Beutemassen, Tribut-summen, oder Kassen der einzelnen Scharen. Der schönste undgrößte, kürzlich in Dortmund gehobene Schatz der Art befindet sichim Dortmunder Museum. 3 )

Eine ebenso sekundäre Rolle wie anfänglich das Gold spielte auchdas Kupfer im freien Germanien: nur in einem bestimmten Gebietevon Ostpreußen, dem Kreise Kischhausen nämlich, kommt dasKupfer des ersten und zweiten Jahrhunderts in großen Schätzenvor 4 ), sonst kenne ich nur aus dem übrigen Ostpreußen und ausSkandinavien (wenige und kleine) Schätze der Art (vgl. S. 64).Das Kupfergeld wurde eben, wie ja das in der Natur der Sacheliegt, nur einzeln zur Bezahlung der allergeringsten Bedürfnisse

Schatz zu bezeichnen, Willers, Num.-sphrag. Anzeiger 1898, 65. Wegeneiniger Einzelfunde s. S. 50 Anm. 2.

1) Thurston, Madras Government Museum, coins: cat. No. 2,2. Auflage, Madras 1894, S. 130, und dazu neuerdings der Fund vonPudukota: Hill, Numismatic chronicle 1898, 304ff. Vgl. auch die Tabellenbei Sewell, Roman coins found in India, im Journal of the royal Asiaticsociety 1904, 620 ff.

2) Willers, Hemmoor S. 191. 195.

3) Regling, Der Dortmunder Fund römischer Goldmünzen, Dortmund1908, mit Nachtrag 1910.

4) Die vier Schätze von Backein, Margen, Barsnicken und Schreitlacken,erwähnt bei Bezzenberger, Analysen vorgesch. Bronzen Ostpreußens 1904S. XIX, vgl. auch unten S. 64; er meint, daß sie als Schmelzmaterial fürBronzeguß eingeführt wurden.