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Römischer Denarfund von Fröndenberg
Entstehung
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und zum Ausgleich kleinster Differenzen bei größerem Warenein-kauf verwendet.

Bleiben somit Gold und Kupfer bei dem Einströmen römischenGeldes ins freie Germanien in den ersten drei Jahrhunderten mehrim Hintergründe, so hat damals im wesentlichen das Silbergeld,d. h. bis Kaiser Caracalla der allein häufig geprägte Denar demKaufmann zur Bezahlung der aus Germanien exportierten Warengedient. Das lehren die im freien Germanien und in den an-grenzenden freien Gebieten so häufig einzeln sowohl wie schatz-weise 1 ) gefundenen Denare; siehe die Liste unten S. 52ff. DerenFundkartc umfaßt fast das ganze von Germanen bewohnte Gebietvom Rhein und Limes bis zum Dniepr, vom Skagerrak bis zurDonau und den Karpathen, und es wird sich der durch diese Fundebewiesene ausgedehnte Verkehr zwischen dem freien Germanienund den Grenzprovinzen teils von den Rheinmündungen her zuSchiff, teils auf einem westöstlichen Handelsweg über den Rheinhinweg, teils auf einem südnördlichen über die Donau hinweg voll-zogen haben 2 ).

1) Daß S chatzflinde eine stärkere Beweiskraft zur Beurteilung des Miinz-umlaufs haben als Einzelfunde, leuchtet ohne weiteres ein, und ist in neuererZeit z. B. von Willers, Hemmoor S. 192 und S e g e r, Korrespondenzblattdes Gesamtvereins 1907, 58 betont worden. Trotzdem bleibt auch den Einzel-f u n d e n ihre Wichtigkeit, deren Zusammenstellung für gewisse Gebiete bereitserfolgt ist. Eine zusammenfassende Arbeit über die Münzfunde in Ger-manien ist im Aufträge des nordwestdeutschen Verbandes von Willers in An-griff genommen.

2) Wi b e r g , Einfluß d. klass. Völker auf d. Norden, setzt einen Weg an überOelmantia, die Waag und den Jablunkapaß bzw. über Carnuntum und die MarchS. 45, einen von der mittleren Weser an die Unterelbe und von da nach der OstseeS. 49 sowie auch einen vom Schwarzen Meer den Dniestr hinauf und dann zu denQuellen der Oder und Weichsel S. 40. Fr edrich S. 45 meint, die Ostseefunde seienauf einer Linie gekommen, die bei Carnuntum von der Donau abzweigte und dieMarch hinauf, die Oder und Weichsel hinab zur Ostsee führte (einen wesentlichenAnteil des Westens an diesem Handel lehnt er ab). Ähnlich urteilen Kühne,Balt. Studien 27 (1877), 226, und S c h u m a n n, ebenda 1896,181, Hackman,Eisenzeit in Finland, S. 285. Dagegen nehmen Lis sauer, Z. f. Ethn. 1897Verhdlg. S. 450 f. u. 1905, 593, u. Willers, der für die früheren Zeiten den Donau-weg, bes. über AquileiaAugsburg, durchaus gelten läßt (Hemmoor S. 192, NeueUntersuchungen 1907,2729), vom 2. Jh. ab eine steigende Einfuhr vomNiederrhein