Gott erkannt, oder mit der Idee dieses Gottes irgendirrige Begriffe verbunden hätten. Im Gegentheil wirdallewege der Gott der alten Heiligen mit dem Vater JesuChristi vollkommen identisicirt. — Wer erweckte Jesum vonden Todten? »Der Gott unsrer Vater« spricht PetrusApostelgesch. 3, 13. Mit wem verkehrte Abraham? »Mitdemselben Gott der Herrlichkeit, dem auch die Apostel die-nen,« bezeugt Stephanus (Apostelgesch. 7, 2). — Der Gott,der Israel die Beschneidung gab, das Volk aus Egyptenführte, demselben seine Offenbarungen schenkte, von denPropheten angebetet ward, und durch sie redete und zeugte,dieser Gott ist mit dem Gott des neuen Testamentes einund derselbe. Man lese nur Apostelgesch. 2, 30. 4, 25.7, 2. 8. 13, 16 — 23. 36. Röm. 3, 2. u. v. a. St. —Behauptet Paniel: der alttestamentliche Gott erscheine nurals »particularer Nationalgott«, so legen die Apostelden entschiedendsten Protest gegen solche Ansicht ein. DerGott, der nach Ps. 147 »die Heiden irre gehn,und ihre eigenen Wege wandeln ließ«, war keinFigment eines engherzigen Particularismus, sondern derlebendige, der auch durch Christum verkündete und in ihmgeoffenbarte wahre und heilige Gott. »Ihr Mann er«,bezeugen Apostelgesch. 14, 15. 16 Paulus und Barnabas,»wir predigen euch das Evangelium, daß ihreuch bekehren sollt von diesen falschen, zu demlebendigen Gott, welcher gemacht hat Himmelund Erde und das Meer, und Alles was darin-nen ist; der in vergangenen Zeiten hat lassenalle Heiden wandeln ihre eigenen Wege.« Uebrigenssprechen die Apostel Mosen und die Propheten von denihnen angelogenen »engherzig particularistischen Gottesbc-griffen« vollkommen frei. Man vernehme nur, was unterandern Apostelgesch. 15, 14— 17 Jakobus sagt: »Simonhat erzahlt, wie auf's erste Gott heimgesucht hat und an-genommen ein Volk aus den Heiden zu seinem Namen.
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Der scheinheilige Rationalismus vor dem Richterstuhl der h. Schrift : Resumé der Bremer Kirchenfehde
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76
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