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Auf die vielen kleineren Kissen und Polster, die auf diesen ge-polsterten Bänken zerstreut liegen, wird schon eine größere Sorg-falt verwendet. — Bett-Tücher sind unbekannt; die Orientalenschlafen meist in ihren Kleidern und Pelzen. Beim Essen be-dienen sie sich eines großen hölzernen Tischblattes, das auf 4niedrigen Füßen steht, um welches die ganze Familie sich lagert,und dabei die Polster von den Bänken wegnimmt, um sich daraufniederzulassen, halb kauernd, halb liegend. Nach vollbrachtemEssen wird das Tischblatt wieder weggenommen.
Ist der Hausherr so weit in seiner Bildung fortgeschritten,daß er sein Gürtel-Dintenfaß gebrauchen kann, so läßt er sichmit untergeschlagenen Beinen auf seine gepolsterte Bank nieder,sdie wir im Abendlande Divans, Sophas, Ottomanen, und,Gott weiß wie heißen), und malt ruhig seine Chiffren und Buch-staben in das Buch, das er auf seinen Knien hält; sein Papierist unserem Pergament ähnlich; seine Dinte ein dicker Brei auschinesischer Tusche verfertigt und seine Feder besteht in einemdünnen Rohr, auf ähnliche Weise zugespitzt wie unsere Federn.
Hie und da fangen auch schon diejenigen Türken, die imAuslande gewesen sind, an, sich Meübles von daher kommen zulassen und denselben feste Plätze in ihren Zimmern anzuweisen.
Oesen gebraucht der Türke gar nicht, sein vergoldeteskupfernes NuiiAal sein rundes Feuerbecken mit glühenden Holz-kohlen) in die Mitte des Zimmers gesetzt, erwärmt nur noth-dürftig sein Zimmer, falls der Winter kalt ausfallen möchte.Tag und Nacht in seinen Pelz gehüllt, fühlt er minder die Kälte,als wir Andere, die wir an die abendl. vomkorts gewöhnt sind.
Zu Pcra aber in den begüterten fränkischen Häusern, dieseit längerer Zeit dort etablirt sind, ist das Ameublement schonauf europäischem Fuß, doch stets noch mit orientalischen Ein-mischungen, eingerichtet.
In den Bureaux zu Galata eristiren schon meist Oesenmit Steinkohlen gefeuert, die aus England als Ballast zumGebrauch der Dampfschiffe eingeführt werden, obwohl es in derMoldau und Wallachei auch Steinkohlen-Gruben giebt. Indessenist auch die berühmte orientalische Wärmanstalt, der berüchtigte