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Mercantil-Memoiren aus der Türkei
Entstehung
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mit goldgelbe» Sternen von der Größe eines Silbergroschens biszu einem Thaler; sie sind je nach der Größe auch mehr oder mindervon einander entfernt. Baumwollene Twiste werden alle vonEngland bezogen; die ganz groben Sorten spinnt der Türke selbst.

Türkischrothe Garne werden gefärbt in Adrianopel,Salon ik und auch in Sentart, aber nur in ganz grobemGespinnste und matter braun-rother Farbe. In Scutari sahich einen Färber Fischthran statt Baumöl gebrauchen, und dasGarn in eine Grube, mit Brettern ausgeschlagcn, legen (wahr-scheinlich zur Gährung) sein Noth war aber zu dunkel und ohneFeuer. Das schöne feurige türkisch Rothgarn wird meist vonden englischen Häusern in Galata bezogen, es kommt demHeidenschafter Roth am Nächsten und ist genau so verpackt wie dergraue englische >Vutor Brvist, mit der Etiquette ,Mui>cIiester".Der Preis ist schon in der Einleitung angegeben. WolleneTuche liefert Belgien, Eupcn und Aachen.

Bänder, baumwollene, liefert meist Schottland —Lnrus-Bänder von Seide aber St. Eticnne. Bindet, Nei-i,10s,baumwollene weiße Strümpfe, die in der ganzen Levante vcr-hältnißmäßig mehr getragen werden, als im Oceident, liefertauch England. —- Warum nicht Sachsen?

Nürnberger Waaren finden fortwährend guten Absatz inder ganzen Levante.

Ameublemen t»

Der Türke kennt die Annehmlichkeiten unserer häuslichenEinrichtungen beinahe gar nicht; er gleicht darin fast allen südlichenVölkern, die lieber ihren Aufenthalt im Freien, als in verschlos-senen Zimmern wählen. Seine Zimmer mit ungewöhnlich vielenFenstern versehen, sind leer; rings um die Wände breite höl-zerne Bänke mit Matrazen belegt, bilden seine einzige Haus-mobilien. Die Familie sitzt bei Tage auf diesen gepolstertenBänken und schläft des Nachts auf denselben, welche bei gewöhn-lichen Leuten mit den obenerwähnten Glanz-Zizen überzogen sind;bei Vornehmen aber mit Tuch oder mit dem schweren chinesischenSatin oder Genueser-Sammet mit Gold- oder Silber-Franzen.