32
denselben gar nicht unter dem Oberrock bemerken kann. DieserUnterrock wird meist von den baumwollenen Shawls, Lelmrpes-Aelmas genannt, gemacht, welche die Engländer in so großenMassen hierher liefern.
Früher trug die ganze männliche Bevölkerung als ursprünglichorientalisches Costüm, unter dem weiten Gewände von leichtemTuche einen langen Talar, vorne offen mit weiten aufgeschlitztenAcrmcln, welcher meist noch immer als HanSkleidnng beibehaltenist. Dieser Talar ist entweder ganz Baumwolle oder mit seidenenStreifen, meist Atlas, eingewebt. Brussa liefert diesen gekö-perten Stoff mit Atlasstreifcn, Sachse» aber in ganz Baum-wolle. In Wien und in Galata sind stets bedeutende Partiendieser geköperten Zeuge aus Sachsen vorräthig, aber nur Con-signationsweise.
Es ist dieser Artikel sehr bedeutend. Die Wiener habenauch schon seit längerer Zeit angefangen die halbseidenen Stoffefür diese Talars genau wie Brussa zu verfertigen; — die inWien sich aushaltenden Griechen und Armenier kaufen dieseWaare und senden sie nach Cospoli.
Kleidung für die Weiberder Gsmanen.
Die eigentlichen Türken haben im Allgemeinen wenig Geld.Selbst gebrauchen sie sehr wenig. Sie sitzen den halben Tagbeim Ouvetsclü im Kaffeehause und zahlen für die Tasse Kaffee4 paras, wofür man ihnen noch eine mit Tabak gefülltePfeife in den Kauf bringt; für 20 purus trinkt der Türke 5Tassen Kaffee und raucht 5 Pfeifen Tabak, macht Ve Piasteroder 1 Silbergroschen in Preußen. Der Franke aber mußmehr zahlen, indem der (lavetsolii die Berichtigung mehr wieein Geschenk, als wie eine Zahlung betrachtet.
Aus Mangel an Geld kann also der Türke seinen Wei-bern, vollends wenn er deren mehrere hat, nicht so reicheKleider verschaffen, als die Najahs den Ihrigen kaufen, vorzüglich