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Mercantil-Memoiren aus der Türkei
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duums Lärm macht, gleich einer Schildwache. Deshalb nennenauch die Franken diese Thiere scherzweise „die Wache der Türken."

Von dieser Verödung der Straßen macht bloß die Zeit desRamazans eine Ausnahme, wo die Türken den ganzen Tag, solange sie noch einen Zwirnsfaden im Tageslichte unterscheidenkönnen, weder essen noch trinken noch rauchen dürfen; dagegenaber auch sammt ihrem Harem von Weibern und Kindern, dieganze Nacht jubeln und zechen; während dieser Zeit sind dieStraßen von Stambul des Nachts belebter als bei Tage, daAlle sich der ausgelassensten Fröhlichkeit überlassen. — Es ist ihrCarneval. Keinem Franken ist es anzurathen, sich während dieserZeit bei Nacht nach Stambul hinüber zu schleichen.

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Die Dampsschiff-Burcaur sind in Galata.

1. Das Französische, welches die Briefe wöchentlich 1 malnach Marseille befördert. — Uebcrfahrt 14 Tage.

Frankreich hält 13 Königl. Dampfboote von S89 TonnenKill Pferde Kraft für den Dienst in der Levante. Sie gehenaus von Marseille, berühren die italienische Küste, Maltaund Syra; hier theilen sich die Fahrten nach Egypten undCospoli. Briefe und Passagiere kommen auf die Boote, dieauf dieser Linie von Syra aus gehen; wo auch Briefe, die ausCospoli nach Egypten und den angrenzenden Ländern gehen,in Syra ausgelescn werden. Es ist also für die französischeDampfschiffahrt, Syra der Ort des Depeschen-Wechsels. InMalta der angenehmsten Quarantainc im Mittelmeere, wird dieQuarantaine-Frist bestanden.

2. Das Tricstincr Bureau der östreich. Lloydö Gesellschaft,wöchcntl. 1 mal nach Trieft über Syra und die griech. Küsten.

3. Die östreichische Donau-Dampfschiffahrts-Gescllschaft gehtmit ihren Booten wöchentlich nach Smyrna und alle 14 Tagenach Egypten. Wöchentlich 1 mal nach Trapezunt Sommerund Winter und wöchentlich 1 mal nach Galacz durch'ö schwarzeMeer, so lange die Donau nicht zugefroren ist. — Der letzte