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einmal im Kvpfe eines gewöhnlichen Bewohners zu Stambul.Keiner bekümmert sich um den Andern, ein Nachbar kennt denAndern nicht. — Es ist diese Abgeschiedenheit sa nicht zu ver-wechseln mit dem bloßen Frcmd-Thun in unseren Hauptstädten,sondern sie geht hervor ans den häufigen Pest-Perioden, undaus wirklicher Indolenz und Apathie. Ueberhaupt überzeugt mansich sehr bald zu Cospoli,^) daß trotz aller Neuerungsprosektedie Hauptstadt sich noch in demselben Zustande befindet, wie sievon der Lady Montague 1716 also vor 126 Jahren geschildertwurde.
Die Türken, d. h. die Sieger des Landes, sowohl als dieRasah'ö, christliche Unterthanen des Großherrn, d.h. die Unter-jochten des Landes, beide stehen in keinerlei Verbindung mitdem Auslande; auch können nur sehr wenige Kaufleute unterihnen lesen und schreiben. Durch die strenge Abgeschiedenheit derBewohner unter sich, wird selbst die geringste Erkundigung soerschwert, daß eine genügende Auskunft meist unmöglich wird.
Will man die Adressen der fränkischen Kaufleute zu Peraoder Galata aufsuchen, an welche man aus dem Abendlandeempfohlen ist, so muß man bei ihren Concnrrenten Nachfragehalten, nachdem man irgend ein fränkisches Haus erforscht hat.Der Eingang zu den ersten Comptoirs zu Galata ist meist aufTreppen, die unseren Hühnersteigen gleichen. Feuersbrünste alleTage, ohne assuriren zu können, — Heute reich, Morgen arm!— Pest kommt über Nacht, und hält Monate an, — Heuteroth, Morgen todt! —
Keine erblichen Namen, keine Zivil-Listen, kein Surrogatirgend einer Art dafür, kein Leben, keine Neugierde unter dem Volke,keine Art irgend Etwas zu erfragen, keine öffentliche Meinung.Alles Abgeschiedenheit, alles Jsvlirung. — Dagegen Monopole
Die in der ganzen Levante allgemein übliche Schreibart für„Constantinopel."