der Weinstock einen durch sein Feuer ausgezeichneten! Wein, sowie anch treffliche Rosinen. Außer den beii uns bekannten Obstarten, Mandeln, Aprikosen, Aepfel,Birnen, Wallnüssen u. s. w. finden wir da noch denFeigenbaum, den Johannis-Brodbaum, Maulbeer-baum, die Palme -c. Dann giebt's da Terebinthen,immergrüne Eichen, Lorbeeren, Cyprcssen, mehrereFichtenarten -c.
Von Thieren sieht man selten noch Heerdenvon Rindern; der Stier bei Jerusalem ist unansehn-lich und klein. Dahingegen sind die Schaaf- undZiegenheerden um so zahlreicher, und nähren durchihr Fleisch und ihre Milch die Bewohner. Die^Schaafe haben breite Fettschwänze und ihre Wolle,
- sowie das feine Haar der langohrigen Ziegen liefertden Stoff zur Bekleidung der Einwohner. Kameelesind zum Reisen dort nothwendig, wo der schlechteZustand der Wege keinerlei Art von Fuhrwerk zulaßt.Pferde giebt's zuweilen von der schönsten, arabischenRaye, jedoch vielmehr werden Esel und Maulthierezum Reiten gebraucht. Von Naubthieren sind inder Nahe Jerusalems nur Füchse und Schakale anzu-
! treffen, in dem übrigen Lande giebt's noch Pantherund, obwohl doch sehr selten, auch Löwen. Von. Wild findet man da in der Umgegend Hasen, Ga-izellen, Stcinböcke n. Von Vögeln sind da mehrere»Arten Raub- und Singvögel und unter Letztern^auch die Nachtigall.
Wegen der gebirgigten Lage Jerusalems undHdes dadurch gemäßigten Klima's ist im Ganzen dort
- ein guter Gesundh eits-Zustand. Dem klima-tischen Fieber unterliegen oft Menschen, und danngrassirt dort auch häufig die Pest, deren Verheerun-gen durch die hier, wie im Oriente überhaupt herr-schende Unreinlichkeit und mangelhafte Sanitätsein-richtungen leider zu sehr befördert werden. Man