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1 (1891) Die Kurfürsten
Entstehung
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Dieser, ohne seine Schuld verunglückte Bon, brachte ihn 1766um die Leitung des Schloßbaus, und sein Nebenbuhler Eosandervon Göthe hatte nun für seine Pläne freien Spielraum, die abernicht zur völligen Ausführung kamen, da Friedrich die Vollendungdes Baues nicht erlebte. Doch legte er 1768 den Grundstein derneuen Schloßkapelle und desjenigen Schloßtheils, der der Schloß-frciheit gegenüberliegt. —

Beim Tode des Großen Kurfürsten bestand das gesammteKriegsheer der brandenburg-preußischen Staaten aus fünfzehn Re-gimentern Infanterie, einem Artillerie-Regiment und zwölf Regi-mentern Kavallerie, zusammen aus vierundzwanzigtausend Mann,Unter der Regierung seines Nachfolgers vermehrte sich dieseZahl allmählich um zwanzig Regimenter Infanterie, ein RegimentArtillerie uud sechszehn Regimenter Kavallerie. Von letztererWaffengattung hatte man damals nur Kürassiere und Dragoner;Husaren und Ulanen kamen erst später ans. Beim Tode Friedrichsstanden fünszigtausend Manu iu Waffen.

Der Große Kursürst hatte die stehenden Heere gegründet. Erschuf die eigentliche Heeresmacht und prägte ihr Zucht uud Ordnung,Disciplin und Tapferkeit ein. Unter seinem Nachfolger kam der Rufder braudenburger Truppen zu neuen Ehren. Nor allen Andern warensie den Bundesgenossen willkommen, den Feinden ein Schrecken.

Friedrich III. fügte zur Kraft und Stärke seiner TruppenSchönheit und Eleganz. Er bildete mehrere Leib-Regimeuter, diein Kleidung und Bewaffnung das Prächtigste jener Zeit waren: DieGardes du Corps, die Grenadiere zu Pferde, die Gensd'armes undAndere, besonders aber die Grands Mousquetairs, ein Corps, dasaus französischen Flüchtlingen adliger Herkunft gebildet war. IhreUniformen waren scharlachrothc Röcke, große Allonge-Pcrrücken,Tressenhut mit rother Feder uud breite, goldgestickte Bandoliere.

In Bezug auf Waffen wurden unter Friedrich III. einige Verbesse-rungen eingeführt. Die Pike, die man früher neben der Muskete trug,wurde abgeschafft, und statt derselben kam das Bajonett auf. Fernerward das Schloß mit dem Feuerstein bekannt; sonst hatte man sich zumAbfeuern des Pulvers auf dem Zündloch der Muskete der Lunte bedient.