Dar SoilimmttfMiig.
n Flilssen, Seen und Sümpfen, durch Wälder und Heidenkamen sie in großen Schnüren, langen Zügen und einzelnenGruppen daher. Tausendfach, viel tausendfach zogen sie auf undnieder, geeignete Stätten zur Umsiedlung suchend. Wo der Platzihnen günstig schien, wurden am Walde, in der Heide, an Seenund auf Pfählen im Flusse Hütten errichtet, aus denen Dörferund größere Flecken entstanden, die man bald Städte nannte.
Das war um's Jahr 500 nach Christi Geburt und im Laudezwischen Elbe und Oder. Die mächtigen Wogen der Völkerwanderunghatten die deutschen Bewohner aus demselben entfernt. Die mildereSonne im Westen und Süden sollte ihnen leuchten, doch aus Asienund dem östlichen Europa drängten jene Schaaren herbei: Die Wenden,die sich theils Sorben, theils Leutizen oder Wilzen nannten.
Zwischen Elbe und Oder, meist an der Havel und Spree ent-standen ihre Hütten, und erstaunt haben wol die wenigen Deutschen(große, starke, blauäugige Gestalten), die sich der Wanderung nachWesten und Süden nicht angeschlossen hatten, auf die weit kleinereu,dunkelfarbigen Wenden geblickt. Leicht entbrannte Streit unter ihnen,den die Mißgunst auf bessere Wohn- und Weidestätten entfachte. Dieeinzelnen Stämme bekämpften sich, und zumal die Wilzen, die alsSinnbild ihres Muthes den Wolf in Schild und Fahne führten,zeigten die größte Tapferkeit.