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1 (1891) Die Kurfürsten
Entstehung
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er erstaunt, „Das ist ja Deine Hand! Und wie ich sehe, noch ganzfrisch geschrieben!" — „Ich schrieb es allerdings erst diesen Morgen.Das Herz war mir gar zu voll." — „Das ist ja gar ein geistlichesLied", fuhr er fort. „Ich weiß wohl, daß Dir Gott die herrlicheDichtergabe verliehen hat; hast Du doch oft schon mit kleinen Versen

mich erfreut, die Dein frommes Herz Dir eingegeben hat. Ach, liesmir das Lied, Luise; wenn Dein Mund ausspricht, was Dein Herzzuvor mit Gott geredet, so wird es eine doppelt dringliche Sprachesein." — „Willst Du mir ein gnädiger Richter sein, so mag ich'swohl thun. Ich bitte aber, sieh mehr auf den Gedanken, als ansWort und Sprache." Dann nahm sie das Blatt und las:

Luise Henriette, Gcmnlpin des Groszeil Kurfürsten.