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1 (1891) Die Kurfürsten
Entstehung
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Schon früher, Anno Domini 1437 „Freytags nach Bonifacii",hatte er sein Haus bestellt. Dem letzten Willen gemäß, solltensich der erste und dritte Sohn in die fränkischen Lande teilen;dem zweiten, Friedrich, wurde die Mark Brandenburg nebst der Kur-würde, dem vierten, auch Friedrich genannt, die Altmark und Prieg-nitz vermacht. Ausdrücklich war bestimmt, daß die in Plassenburg undTangermünde aufbewahrte Bücherei den Söhnen „ungetheilt verbleiben"sollte. Soweit sie nämlich, hieß es, den Gottesdienst beträfe, mitden dahin gehörigen Meßgewändern, heiligen Gerüthen und Kostbar-keiten („zirheit"), Dann war bemerkt: „Was unsere deutschen Lese-bücher betrifft, die wollen wir, so Gott will, noch bei unfern Leb-zeiten einer Stadt oder einem Kloster übergeben, wo sie für immerbleiben und nicht hinweggeführt werden sollen. Wollen unsere Söhnesie abschreiben lassen, so soll Mansie ihnen leihen; doch müssen sie sichvorher dazu verpflichten, dieselben innerhalb einer bestimmten Fristan das mit der Aufbewahrung beauftragte Kloster zurückzuschicken,"Dann kam die Stunde, wo die Glocke der Kadolzburg ihrKlagen begann. Denn die Septembersonne 1440 schien auf einTodtenbett. Seit sich Friedrich von Frankfurt zur Burg gewandt,hatte er sie nicht mehr verlassen; doch das „liebe Gemahcl", dreider Söhne und die sieben Töchter waren inzwischen gen Süden ge-zogen, und von ihnen umgeben, entschlief er, „im Vertrauen aufden Heiland, ein guter und treuer Christ," Erst als Friedrich, derzweite Sohn und des Vaters Nachfolger, aus der Mark gekommen,wurde die Leiche im Kloster von Heilbronn bestattet. Ob die mär-kischen Städte Abgesandte geschickt? Es läßt sich bezweifeln, dafränkische Herren Brandenburgs Fahnen trugen und des KurfürstenLeibrosse führten.

Von achtundsechszig Jahren, auf die er sein Leben brachte,hatte er neunundzwanzig in der Mark verlebt, „Ein AmtmannGottes am Fürstenthum zu sein," damit „das Recht gestärkt, dasUnrecht aber gekränket werde," In diesem Sinne erkannte er seineMission; das war sein Streben, sein Leitstern gewesen, und alleZeit treu, redlich und zuverlässig, war er ein großer Mann undgroßer Fürst. Aufräumer und Ordner in der That, denn er fegte